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Glück und Pech für Naoya Inoue

Glück und Pech für Naoya Inoue
Glück und Pech für Naoya Inoue

Mit einer absoluten Meisterleistung knockte Naoya Inoue (23-0, 20 K.o.) seinen Rivalen Nonito Donaire (42-7, 28 K.o.) am Dienstag in zweiten Runde aus und vereinte damit die Gürtel nach Version des WBC, der WBA (Super) und der IBF im Bantam (BOXSPORT berichtete). Für den Japaner liegen Glück und Pech dieses Tage dicht beieinander.

Pech hatte „Monster“, da Diebe den Abend seines großen Triumphes dazu nutzen, um in sein Haus einzubrechen und ihn zu beklauen. „Was für eine abscheuliche Geschichte an einem sonst feierlichen Tag … seid vorsichtig“, twitterte der Pound-for-Pound-Star.

Dafür dürfte er dem Ziel Undisputed Champion im Limit zu werden einen Schritt näher sein. WBO-Weltmeister Paul Butler (34-2, 15 K.o.) bekräftigte, dass er bald gegen den Japaner boxen will. Der Brite sprach mit Ehrfurcht über „Monster“ und dessen fabelhafte Performance am Dienstag. „Ich schaute mir den Kampf als Fan und nicht als möglicher Gegner an, ich muss ihm Respekt zollen“, sagte Butler gegenüber IFL TV. „Er ist angsteinflößend in dem, was er macht. Ich dachte, es dauert mehr als sieben Runden, bis er ihn vielleicht mit einer Körpertreffer erwischt, aber das hier – wow. Einfach nur wow.“ Trotzdem wolle er gegen den Japaner antreten, um Undisputed Champ zu werden.

„Er ist einer der besten Boxer, die ich in den letzten 20 oder 30 Jahren gesehen habe. Aber man muss sich manchmal gegen die Besten beweisen. Ich werde irgendwann auf meine Karriere zurückblicken und sagen , dass ich zwei WM-Titel gewonnen habe und mit Inoue in den Ring gestiegen bin, den Besten herausgefordert habe. Wenn ich gewinne, dann gewinne ich, wenn ich verliere, dann verliere ich, aber ich kann dem Sport dann erhobenen Hauptes den Rücken kehren“, sagte er.

Butler will sich auch beweisen, da er den Titel am grünen Tisch bekam: Er wurde vom Interim-Champ zum WBO-Weltmeister hochgestuft, nachdem der Verband John Riel Casimero (31-4, 21 K.o.) den Titel aberkannte. Der war seinen Pflichtverteidigungen gegen Butler nicht nachgekommen: Ein Mal verletzte er sich, das zweite Mal nutzte er entgegen den Regelungen des British Boxing Board of Control (BBBoC) verbotenerweise eine Sauna beim Gewichtmachen direkt vor dem Kampf. Dies ist in anderen Ländern erlaubt, in Großbritannien nicht. Vor Casimero hat Butler im Gegensatz zu Inoue keinen Respekt: „Der Typ ist eine hundertprozentige Ratte. Alles, was er in seinem Leben gemacht hat, war furchtbar.“ Casimero hatte aus Unwissenheit selbst die Beweise für seinen seinen Saunabesuch geliefert. „Er ist einfach nur ein Kindskopf, um ehrlich zu sein. Er ist ein 33 Jahre alter Mann, der alles filmt und online stellt. Wenn du in die Sauna gehst, dann sei diskret. Verteil die Videos davon nicht überall im Internet.“

Text: Nils Bothmann

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