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Die größten deutschen Boxer aller Zeiten – Platz 5

Bei der "Blutschlacht von Wetzlar" besiegte Arthur Abraham (l.) trotz Kieferbruchs Edison Miranda
Bei der "Blutschlacht von Wetzlar" besiegte Arthur Abraham (l.) trotz Kieferbruchs Edison Miranda

Im aktuellen Heft hat BOXSPORT die Top 30 der größten deutschen Boxer erstellt. Das Ranking basierte nicht rein auf dem sportlichen Erfolg, sondern auf einer Vielzahl von Faktoren: Wie oft wurde ein Titel verteidigt? Wie viele verschiedene und in welchen unterschiedlichen Limits wurden Titel gewonnen? Weiterhin haben wir die Dominanz der Boxer berücksichtigt: Wie lange prägten sie eine Ära und wie dominant waren sie dabei? Welche Gegner wurden besiegt und wie ist das Sieg-Niederlagen-Verhältnis in ihrem Kampfrekord? Auch der Box-Stil der einzelnen Fighter floss in die Bewertung ein: Auf welche Weise gewann der Boxer seine Kämpfe? Brachte er gar einen neuen Stil in den Ring? War er eher ein Knockouter, ein überlegener Stratege oder ein Fighter mit großem Herz? Und zuletzt spielte auch die Popularität eine mitentscheidende Rolle: Wer waren die Publikumslieblinge, und wer begeisterte die Massen auch abseits des Rings?

Platz 5:

Arthur Abraham (40)
Kampfrekord: 47-6 (30 K.o.)
Es war ein einziger Fight, der Arthur Abraham zum Box-Idol machte: die „Blutschlacht“ von Wetzlar. Am 23. September 2006 verteidigte der IBF-Weltmeister im Mittelgewicht seinen Titel gegen Edison Miranda. Der Kolumbianer hatte Abraham bereits in der 4. Runde den Kiefer doppelt gebrochen. Doch trotz der schwerwiegenden und blutigen Verletzung und trotz eines unsauber boxenden Gegners hielt der „Abrahammer“ tapfer bis zum Schluss durch – die Legende war geboren. Auch wenn der gebürtige Armenier, der eigentlich Avetik Abrahamyan heißt, immer noch mit einem Comeback im Ring liebäugelt, hat er seine beste Zeit hinter sich. Sein Wechsel 2009 ins Supermittel war ebenfalls von Erfolg gekrönt, holte er den Gürtel der WBO und lieferte sich dort vor allem mit Robert Stieglitz spannende WM-Duelle. Abrahams Kämpfe verfolgten Millionen TV-Zuschauer, und mit Trainer-Ikone Ulli Wegner bildete er lange Zeit ein kongeniales Duo. Doch auch außerhalb des Rings verstand es „King Arthur“ stets, die Fans mit seiner sympathischen Art in den Bann zu ziehen.

Text: Benjamin Stroka & Frank Schwantes

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Die komplette Top 30 gibt es in Ausgabe 11-12/20

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