Kuriose Verbandspolitik erschwert Warrington vs. Can

Am 13. Februar kämpft „Leeds Warrior“ Josh Warrington (30-0, 7 K.o.) gegen Mauricio Lara (21-2, 14 K.o.). Eigentlich sollte der britische Federgewichtler eine Chance gegen WBA-Champion Xu Can (18-...

Sergey Kovalev: Auch B-Probe positiv

Der Catchweight-Fight zwischen Halbschwergewichtler Sergey Kovalev (34-4-1, 29 K.o.) und Supermittelgewichtler Bektemir Melikuziev (6-0, 5 K.o.) am 30. Januar fällt definitiv aus. Kovalev testete...

Charr auf dem Weg in die USA

Am Freitag soll Mahmoud Charr (31-4, 17 K.o.) gegen seinen Pflichtherausforderer Trevor Bryan (20-0, 14 K.o.) boxen, obwohl noch unklar ist, ob der Kampf überhaupt stattfindet oder Don Kings...

Neue Gegnerin für Tina Rupprecht

Für Tina Rupprecht (10-0-1, 3 K.o.) musste der Titelverteidigungskampf gegen Yokasta Valle (20-2, 9 K.o.) am 16. Januar ausfallen, nachdem ihre Gegnerin kurzfristig ohne Angaben von Gründen kniff...

Der Social-Media-Zoff mit Gervonta Davis ist noch nicht richtig abgeklungen, da bringt „King“ Ryan Garcia schon einen weiteren potenziellen Gegner ins Gespräch: Ring-Legende Manny Pacquiao.

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News

Die größten deutscher Boxer aller Zeiten – Platz 7

Eckhard Dagge (l.) wurde zweiter deutscher Weltmeister im Profiboxen
Eckhard Dagge (l.) wurde zweiter deutscher Weltmeister im Profiboxen

Im aktuellen Heft hat BOXSPORT die Top 30 der größten deutschen Boxer erstellt. Das Ranking basierte nicht rein auf dem sportlichen Erfolg, sondern auf einer Vielzahl von Faktoren: Wie oft wurde ein Titel verteidigt? Wie viele verschiedene und in welchen unterschiedlichen Limits wurden Titel gewonnen? Weiterhin haben wir die Dominanz der Boxer berücksichtigt: Wie lange prägten sie eine Ära und wie dominant waren sie dabei? Welche Gegner wurden besiegt und wie ist das Sieg-Niederlagen-Verhältnis in ihrem Kampfrekord? Auch der Box-Stil der einzelnen Fighter floss in die Bewertung ein: Auf welche Weise gewann der Boxer seine Kämpfe? Brachte er gar einen neuen Stil in den Ring? War er eher ein Knockouter, ein überlegener Stratege oder ein Fighter mit großem Herz? Und zuletzt spielte auch die Popularität eine mitentscheidende Rolle: Wer waren die Publikumslieblinge, und wer begeisterte die Massen auch abseits des Rings?

Platz 7:

Eckhard Dagge († 58)
Kampfrekord: 26-5-1 (16 K.o.)
„Viele Weltmeister sind Alkoholiker geworden, aber ich bin der erste Alkoholiker, der Weltmeister wurde.“ Mit diesem legendären Spruch verbindet man Eckhard Dagge noch heute. Er war in den 1970er-Jahren das Enfant terrible des deutschen Boxsports und sorgt mit Alkoholeskapaden regelmäßig für Aufsehen. Doch Dagge ist auch ein herausragender Boxer. Nachdem er die Qualifikation für die Olympischen Spiele 1972 knapp verpasst, wechselt er 1973 zu den Profis. Noch im gleichen Jahr wird er Deutscher Meister im Mittel, nur zwei Jahre später Europameister im Halbmittelgewicht. Doch unsterblich macht sich Dagge, als er am 18. Juni 1976 gegen Champion Elisha Obed in der Berliner Deutschlandhalle Weltmeister wird. Als zweiter Deutscher überhaupt nach Max Schmeling. Seinen WBC-Titel im Halbmittel verteidigt Dagge zwei Mal erfolgreich, ehe er im August 1977 dem Italiener Rocky Mattioli unterliegt. Auch nach seiner Karriere macht Dagge mit Alkoholeskapaden Schlagzeilen. Sein unsteter Lebensstil macht ihm immer häufiger auch gesundheitlich zu schaffen. 2006 stirbt Dagge in Hamburg an einer Kehlkopfkrebserkrankung.

Text: Benjamin Stroka & Frank Schwantes

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Die komplette Top 30 gibt es in Ausgabe 11-12/20

Foto: 

picture-alliance / Chris Hoffmann | Chris Hoffmann