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Die größten One-Hit-Wonder der Boxgeschichte – Platz 11 bis 14

Billy Backus besiegte 1970 WBA- und WBC-Weltmeister Jose Napoles
Billy Backus besiegte 1970 WBA- und WBC-Weltmeister Jose Napoles

Sie waren Helden – für einen einzigen Kampf. Immer wieder gibt es Underdogs, die durch einen ganz besonderen Sieg herausragen, an den ihre folgenden Leistungen nie wieder heranreichen. BOXSPORT kürt in der aktuellen Ausgabe die zehn größten One-Hit-Wonder der Boxgeschichte. Doch es gibt noch wesentlich mehr nennenswerte Kandidaten, die wir unserer Community nicht vorenthalten wollen. Hier veröffentlichen wir die Plätze 11 bis 20 des BOXSPORT-Rankings.

Platz 11: John Tate (34-3, 23 K.o.)

Als Olympia-Dritter von 1976 hatte sich John Tate (34-3, 23 K.o.) einen Namen gemacht, eher er 1977 zu den Profis wechselte. Dort kämpfte er sich als Contender nach oben und trat am am 20. Oktober 1979 um den den WBA-Gürtel im Schwergewicht an. Sein Kontrahent, der Südafrikaner Gerrie Coetzee (33-6-1, 21 K.o.), ging als klarer Favorit in den Kampf im Loftus Versfeld Stadium in Pretoria. Vor Coetzees heimischen Publikum boxte Tate einen einstimmigen Überraschungssieg nach Punkten heraus.

„Big John“ wurde im Anschluss an seinen Triumph hoch gehandelt, verlor den Gürtel aber im nächsten Kampf am 31. März 1980 an Mike Weaver, der ihn in der 15. Runde ausknockte. Auch den darauffolgenden Fight  am 20. Juni 1980 gegen einen aufsteigenden Trevor Berbick beendete Tate mit einer Niederlage. Obwohl er von seinen folgenden Fights nur noch einen verlor, nämlich seinen letzten, hatte der Amerikaner nie wieder einen Titelkampf. Der Kurzzeit-Champ kämpfte in den 1980ern mit seiner Kokainsucht. 1998, zehn Jahre nach dem Ende seiner Box-Karriere, verstarb er an einem Schlaganfall infolge eines Hirntumors, der ihn auf einer Autofahrt ereilte.

Platz 12: Alfredo Layne (15-12, 12 K.o.)

Der panamaische Superfedergewichtler Alfredo Layne (15-12, 12 K.o.) erhielt am am 24. Mai 1985 seine erste Titelchance, vier Jahre und 19 Kämpfe nach seinem Profidebüt. Gegen Ring-Legende Wilfredo Gomez (44-3-1, 42 K.o.) ging er als klarer Außenseiter in den Ring. Bei jenem Fight im Coliseo Roberto Clemente in San Juan verteidiget der WBA-Champ Gomez seinen Titel und führte auch bei den Punktrichtern – verlor aber schließlich durch T.K.o. in der Neunten gegen den Underdog. Dieser hatte ihn erst kurz vor Ende der achten Runde niedergeschlagen, als er eine rechte Gerade durch Gomez‘ Deckung brachte. Der Champ konnte sich in der Pause nicht genug erholen, war immer noch schwach auf den Beinen und wurde von seinem Herausforderer von Beginn der Runde an mit Schlägen eingedeckt. Als „Bazooka“ einen weiteren Knockdown hinnehmen musste, brach Referee Stanley Christodoulou den Kampf nach 32 Sekunden der neunten Runde ab.

Wie viele andere One-Hit-Wonder war Layne den Gürtel beim nächsten Fight am 27. September 1986 direkt wieder los und verlor gegen Brian Mitchell durch T.K.o. in der zehnten Runde. Es folgten sieben weitere Kämpfe für „Preciso“ (dt. „Der Präzise“), die er jedoch mit einer Ausnahme allesamt verlor. 1988 beendete Layne seine Karriere. 1999 wurde er erschossen.

Platz 13: Fireman Jim Flynn (72-45-22, 56 K.o.)

Handelt es sich bei vielen anderen Boxern in dieser Liste meist um hoffnungsvolle Contender, so war Fireman Jim Flynn (72-45-22, 56 K.o.) eigentlich nur ein Journeyman. Aber derjenige, der dem legendären Jack Dempsey (54-6-8, 44 K.o.) den einzigen K.o. in dessen Karriere beibrachte: Am 13. Februar 1917 schickte der 37-jährige Flynn den 16 Jahre jüngeren Box-Helden in der Trocadero Hall in Murray schon in der ersten Runde sensationell in den Ringstaub. Dempsey revanchierte sich, indem er Flynn beim Rematch am 14. Februar 1918 seinerseits in der ersten Runde k.o. schlug. Der „Fireman“ kreuzte auch zwei Mal den Weg des legendären Jack Johnson (am 2. November 1907 und am 4. Juli 1912), verlor jedoch beide dieser Matches.

Platz 14: Billy Backus (49-20-5, 23 K.o.)

Weltergewichtler Billy Backus (49-20-5, 23 K.o.) startete seine Profikarriere wenig überzeugend: Von seinen ersten 20 Kämpfen gewann er gerade einmal die Hälfte. Doch der Neffe von Box-Legende Carmen Basilio biss sich durch, verbesserte seine Kampfbilanz und konnte am 3. Dezember 1970 WBA- und WBC-Weltmeister Jose Napoles (81-7, 54 K.o.) herausfordern. Der Rechtsausleger fügte der Ring-Legende eine überraschende Niederlage zu. In der ersten Runde verletzte Backus den Kubaner mit einem Schlag am Auge, in der Vierten brach Ringrichter Jack Milicich den Kampf ab und erklärte Backus im War Memorial Auditorium in Syracuse zum Sieger durch T.K.o.

In der Folgezeit gewann der Sensations-Champ erfolgreich zwei Fights, ehe am 4. Juni 1971 der Rückkampf gegen Napoles anstand. „Mantequilla“ lies keinen Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen und schlug Backus in der achten Runde zwei Mal nieder. Der Amerikaner erlitt einen Cut am Auge und verlor das Rematch sowie den Titel durch T.K.o. Backus boxte bis 1978 weiter, doch alle weiteren Titelkämpfe endeten für ihn in Niederlagen – boxerisch blieb er eine Eintagsfliege. Auch dem deutschen Champ Eckhard Dagge unterlag Backus in einem Nicht-Titelkampf am 20. Juni 1974.

Text: Nils Bothmann

Zu den Plätzen 18 bis 20

Zu den Plätzen 15 bis 17

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