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Oliver McCall feierte seinen großen Triumph gegen Lennox Lewis

Platz 9: Oliver McCall (59-14, 38 K.o.)

Kirkland Laing erwies sich als One-Hit-Wonder

Platz 10: Kirkland Laing (43-12-1, 24 K.o.)

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News

Die größten One-Hit-Wonder der Boxgeschichte – Platz 15 bis 17

Steve Little nach seinem Sieg über Michael Nunn
Steve Little nach seinem Sieg über Michael Nunn

Sie waren Helden – für einen Kampf. Immer wieder gibt es Boxer, die durch einen ganz besonderen Sieg herausragen, an den ihre folgenden Leistungen nie wieder heranreichen. BOXSPORT kürt in der aktuellen Ausgabe die zehn größten One-Hit-Wonder der Boxgeschichte. Doch es gibt noch wesentlich mehr nennenswerte Kandidaten, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen, weshalb wir die Plätze 11 bis 20 unseres Rankings online veröffentlichen.

Platz 17: Steve Little (25-17-3, 6 K.o.)

Bevor Steve Little (25-17-3, 6 K.o.) Profi wurde, hatte er eine bewegte Box-Karriere als Amateur: 228 Siege in 265 Kämpfen. 1983 wurde er Profi und errang seinen größten Sieg am 26. Februar 1994. Der 40-zu-1-Underdog trat gegen Michael Nunn (58-4, 38 K.o) um den WBA-WM-Titel im Supermittelgewicht an, den Nunn seit dem 12. September 1992 innehatte. „Lightning“ schlug den haushoch favorisierten Champ in der ersten Runde nieder und boxte in der Londoner Earls Court Exhibition Hall schlussendlich einen knappen Punktsieg (Split Decision) heraus.

Im nächsten Kampf am 12. August 1994 verlor Little den Gürtel direkt wieder an Frank Liles. Bei allen weiteren WM-Kämpfen seiner Karriere war er ebenfalls erfolglos und ging 1998 in den Box-Ruhestand, ehe er 2000 mit nur 34 Jahren an Krebs starb.

Platz 16: Rene Jacquot (26-12-1, 12 K.o.)

Donald Curry (34-6, 25 K.o.) war schon einmal Opfer eines „Upset of the Year“ des „Ring Magazine“: Er verlor am 27. September 1987 gegen Lloyd Honeyghan, nachdem er einen Kopfstoß des Kontrahenten abbekam und aufgab. Am 8. Juli 1988 erkämpfte er sich den WBC-WM-Titel im Halbmittelgewicht, den er am 11. Februar 1989 im Palais de Sports in Grenoble erstmals verteidigen wollte. Sein Gegner: Der französische Europameister Rene Jacquot (26-12-1, 12 K.o.). Der Underdog boxte einen einstimmigen Punktsieg gegen den Favoriten heraus, womit die „Lone Star Cobra“ erneut bei einem Match verloren hatte, das vom „Ring Magazine“ zum „Upset of the Year“ gekrönt wurde.

Jacquot verlor den Gürtel im nächsten Kampf am 8. Juli des gleichen Jahres an John Mugabi, ebenso alle weiteren Titelkämpfe, und ging bald darauf in den Ruhestand, im Jahr 1990.

Platz 15: Tomas Molinares (23-2, 20 K.o.)

Der kolumbianische Boxer Tomas Molinares (23-2, 20 K.o.) ging als bis dato unbesiegter Contender in seinen ersten WM-Kampf am 29. Juli 1988 in der Convention Hall in Atlantic City. Der Weltergewichtler traf auf WBA-Champ Marlon Starling (45-6-1, 27 K.o.) und fuhr einen umstrittenen Sieg ein, als er den „Magic Man“ k.o. schlug – nach dem Rundengong zum Ende der Sechsten. Bis heute ist nicht klar, ob Molinares den Schlag abgab, bevor er den Gong hörte und ob der Knockout rechtmäßig war. Starling, der sich bei dem Sturz am Knöchel verletzte, gab in einem Interview nach dem Fight an, dass ihm gar nicht bewusst gewesen war, dass der Ringrichter ihn ausgezählt hatte.

Aufgrund dieser Kontroverse wurde das Match im Nachhinein annulliert, obwohl die WBA den Kolumbianer weiterhin als Weltmeister im Limit führte. Molinares verteidigte den Titel nie und legte ihn im Dezember 1988 nieder. Im April 1989 kehrte er in den Ring zurück, verlor aber seine zwei noch folgenden Fights. Schwere Kämpfe trug er nach seinem umstrittenen WM-Sieg zudem mit Eheproblemen und Depressionen aus und verschwand nach seinem Box-Ruhestand im September 1989 von der Bildfläche.

Text: Nils Bothmann

Zu den Plätzen 18 bis 20

Foto: 

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