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Das Internationale Olympische Komitee (IOC) gab gestern in Lausanne seine Entscheidung über die Zukunft des Boxens und der AIBA bei den Olympischen Spielen bekannt.

Seit Wochen bereitet sich Sebastian Formella (20-0, 10 K.o.) auf seinen großen Titelkampf im Sommer vor. Dieser wird am 6. Juli in der Hamburger CU Arena über die Bühne gehen – ein Heimspiel für...

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News

Der große Rückblick aufs Boxjahr 2018: Teil I

Joshuas Siegeszug durchs Schwergewicht. Das packende Rematch Canelo vs. Golovkin. Der Abschied von den Ring-Idolen Rocky und Karl Mildenberger – diese und viele weitere bewegende Ereignisse haben das Boxjahr 2018 geprägt. BOXSPORT lässt die wichtigsten Momente der letzten Monate noch einmal Revue passieren.

Januar

Den ersten dicken Stempel drücken dem Boxjahr 2018 am 29. Januar Oleksandr Usyk und Mairis Briedis auf. Die beiden Cruisergewichtler treffen in Riga im Halbfinale um die Muhammad-Ali-Trophy aufeinander – und liefern ein wahres Spektakel ab. Beide Boxer marschieren ab dem ersten Gong nach vorne und gönnen weder sich noch dem Gegner eine Verschnaufpause.

Getragen vom Heimpublikum setzt der Lette Briedis dem WBO-Champ mit harten Körpertreffern zu, ehe sich Usyk ab der Mitte des Fights immer besser zurechtfindet. Am Ende gewinnt der 31-jährige Ukrainer die spektakuläre Ringschlacht, zollt seinem Gegner aber höchsten Respekt: „Das waren die schwierigsten zwölf Runden meines Lebens“, sagt der spätere Sieger der Ali-Trophy im Anschluss an seinen Triumph, wohl wissend, dass er gerade Teil des bis dato spektakulärsten Fights des noch jungen Jahres war.

Für Aufsehen sorgt Ende Januar auch der TV-Sender Sport1, indem er sein neues Experten-Team vorstellt. Mit Regina Halmich, Graciano Rocchigiani (54 †) und Axel Schulz holt Sport1 gleich drei deutsche Boxlegenden in sein Team, weitere Expertise kommt von Rapstar und Boxtrainer Kontra K.

Februar

„Knockout durch Karo Murat“, titelt BOXSPORT im Februar 2018. Zwar ist der letzte K.o. des Halbschergewichtlers zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Monate her (Technischer K.o. gegen Dominic Bösel im Juli 2017), im Rennen um die Wahl zum „Boxer des Jahres“ lässt der Bramowski-Schützling der Konkurrenz allerdings keine Chance und heimst zum ersten Mal die begehrte Auszeichnung ein.

Die weiteren Sieger heißen Gennady Golovkin (Boxer des Jahres International), Abass Baraou (AIBA-Boxer des Jahres), Ramona Kühne (Boxerin des Jahres) und Ulli Wegner. Bereits zum siebten Mal in Folge gewinnt der Kultcoach die Wahl zum „Trainer des Jahres“. Nicht bei allen Jury-Mitgliedern kommt das gut an. „Tritt deine Auszeichnung an Jürgen Brähmer ab“, kommentiert Box-Experte Hartmut Scherzer, der den Stralsunder vorne sieht. Brähmer allerdings hat ganz andere Sorgen: Aufgrund einer Grippe muss der Supermittelgewichtler sein Halbfinale in der World Boxing Super Series absagen und scheidet somit kampflos aus.

Eine schockierende Nachricht kommt im Februar aus Doncaster, England. Der 31 Jahre alte Scott Westgarth bricht nach seinem Sieg gegen Dec Spelman im Supermittelgewicht in der Umkleide zusammen und stirbt wenig später. Die Box-Welt ist geschockt: „Es ist ein harter Sport, und wir versuchen, ihn so sicher wie möglich zu machen. Aber es gibt keine hundertprozentige Sicherheit“, teilt der britische Box-Dachverband mit.

Bedauerlich ist für viele Boxfans auch der Rücktritt von Roy Jones jr., der am 8. Februar im Alter von 49 Jahren seinen Abschied bekannt gibt. Der Cruisergewichtler beendet nach einem Sieg gegen Scott Sigmon seine 29-jährige (!) Karriere als Profi.

März

Anthony Joshua zeigt am 31. März in Cardiff vor 78.000 Zuschauern, wer der unangefochtene Champ im Schwergewicht ist. Durch seinen Punktsieg gegen Joseph Parker vereinigt der Brite die Weltmeistertitel der Verbände IBF, WBA (Super) und WBO. Spektakulärer macht es Schwergewichtskollege und WBC-Weltmeister Deontay Wilder. Die Knockout-Maschine aus Tuscaloosa, USA, liefert sich im New Yorker Barclays Center einen harten Fight mit Luis Ortiz und besiegt den bis dahin ungeschlagenen „King Kong“ mit einem rechten Uppercut in der 10. Runde.

Vier Gewichtsklassen tiefer sorgt der mexikanische Star-Boxer Saul Alvarez für einen handfesten Skandal. „Canelo“ wird positiv auf das Kälbermastmittel Clenbuterol getestet, sein Rematch gegen Golovkin wird abgesagt, Millionen Fans weltweit sind enttäuscht.

Fassungslos macht die Zuschauer in Deutschland auch das Rematch zwischen Tyron Zeuge und Isaac Ekpo. Nicht etwa, weil der Berliner WBA-Weltmeister im Supermittelgewicht bei seiner Titelverteidigung glanzlos agiert, sondern weil sie den entscheidenden Punch im Fernsehen nicht mitbekommen: Als Zeuge zu Beginn der zweiten Runde zum Knockout ansetzt, sehen seine Anhänger auf Sport1 noch Werbung. Ein folgenschwerer Fauxpas, den die Fans mit einem Shitstorm in den sozialen Netzwerken quittieren.

Text: Peter Stroß

Morgen: Tyson Fury verkündet sein Comeback, der „Tiger“ wird 50 und Vitali Klitschko kommt in die „Hall of Fame“ – im zweiten Teil des großen BOXSPORT-Jahresrückblicks.

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Imago/Action Plus