Vom 10. bis zum 13. April steigt dieses Jahr der neue „Cologne Boxing World Cup“ in der Sporthalle Süd in Köln. Das Turnier gilt als „geistiger Nachfolger“ des traditionsreichen Chemiepokals und...

Mit dem K.O Sieg über den Polen Opalach setzte Vincent Feigenbutz ein erstes und ernstzunehmendes Ausrufezeichen früh in diesem Jahr. Doch wie geht es für „Iron Junior“ weiter?
Wir checken...

Die ungeschlagene Mittelgewichts-Weltmeisterin Christina „Lady“ Hammer (24-0, 11 K.o.) bereitet sich derzeit in Seefeld/Tirol auf den Kampf ihres Lebens vor. Am 13. April steigt die 28-jährige...

Neben Serge Michel und Petar Milas steht nun ein weiterer Fight für die Boxgala zum 70. Geburtstag des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB) fest. „Tiny“ Tina Rupprecht (9-0, 3 K.o.) wird ihren WBC-...

Errol Spence jr. (25-0, 21 K.o.) bleibt IBF-Weltmeister im Weltergewicht. Der 29-Jährige zeigte gegen Leichtgewichts-Champion Mikey Garcia (39-1, 30 K.o.) eine tadellose Performance und feierte...

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News

Der große Rückblick aufs Boxjahr 2018: Teil III

Oleksandr Usyk schreibt Geschichte, Tyron Zeuge geht K.o. und das Rematch zwischen Canelo Alvarez und Gennady Golovkin begeistert die Massen – im dritten Teil des großen BOXSPORT-Jahresrückblicks. Die ersten Teile verpasst? Hier geht's zu Teil I und Teil II.

Juli

Am 21. Juli schreibt Oleksandr Usyk Geschichte. Der Ukrainer steht im Finale der World Boxing Super Series dem Russen Murat Gassiev gegenüber und stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass er in naher Zukunft auch im Schwergewicht um die Krone kämpfen kann. Usyk siegt einstimmig nach Punkten und sichert sich dadurch nicht nur die erstmalig vergebene Muhammad-Ali-Trophy, sondern avanciert auch zum unangefochtenen Champion im Cruisergewicht.

Von einem „Undisputed Champion“ können Boxfans hierzulande nur träumen. Schlimmer noch, Tyron Zeuge muss sogar den letzten Weltmeistertitel in deutscher Hand abgeben. Der 26-Jährige verliert seinen WBA-Gürtel in Offenbach durch Technischen K.o. an Rocky Fielding aus England. Anschließend kommt es zum Eklat: Zeuges Trainer Jürgen Brähmer wirft stocksauer eine Wasserflasche in Richtung Freddy Ness, dabei wird auch Jochi Sauerland, die Ehefrau von Promoter Wilfried Sauerland, ziemlich nass. Brähmer kritisiert im Interview nach dem Kampf den eigenen Boxstall als „Saftladen“.

August

Zwei Monate nach seinem Comeback-Sieg steigt Tyson Fury erneut in den Ring. Besonders aus deutscher Sicht ist das Duell in Belfast gegen den in Gelsenkirchen aufgewachsenen Francesco Pianeta interessant. Der deutsche Schwergewichtler schlägt sich achtbar, liegt am Ende bei den Punktrichtern allerdings deutlich zurück.

Für Fury ist es der vorerst letzte Aufbaukampf, noch im Ring treffen er und Deontay Wilder aufeinander und kündigen einen Titelfight an. Die Fans in Belfast sind aus dem Häuschen, ganz im Gegensatz zu den Zuschauern, die sich eine knappe Woche später in Minneapolis das Duell zwischen Efe Ajagba und Curtis Harper ansehen wollen. Kaum ertönt der Gong, verlässt Schwergewichtler Harper den Ring – und sorgt so für den kürzesten Kampf der Geschichte. Später gibt Harper an, die Aktion sei als Protest gegen die seiner Meinung nach zu geringe Gage zu verstehen.

Weniger kurios als dieser Ein-Sekunden-Kampf ist die Trennung von Team Sauerland und Tyron Zeuge, die der Berliner Boxstall am 6. August bekannt gibt. Die Gräben zwischen Athlet sowie dessen Trainer Jürgen Brähmer und dem Promoter waren schon seit Längerem tief gewesen.

Unterstützung von Team Sauerland gibt es hingegen für das Format „The Next Rocky“, das auf Sport1 anläuft. In der Casting-Show suchen Graciano Rocchigiani (54 †) und Tobias Drews neue Boxtalente, die sich bei Events des Veranstalters auszeichnen dürfen. Der Sieger erhält einen Boxvertrag von Sport1.

September

Kaum ein Fight sorgte in der jüngeren Vergangenheit für so viel Aufsehen wie das erste Duell zwischen Canelo Alvarez und Gennady Golovkin (Unentschieden). Kein Wunder, dass das Rematch der beiden Champions als „Rückkampf des Jahres“ angekündigt wird. Und tatsächlich, die beiden besten Mittelgewichtler der Welt lassen am 15. September in Las Vegas erneut keine Wünsche offen und liefern eine Ringschlacht, die dem Hype gerecht wird.

Zwölf Runden schenken sich die Streithähne nichts. Am Ende entscheiden zwei der drei Punktrichter hauchdünn zugunsten Canelos. „Triple-G“ fühlt sich nach dem Skandal-Urteil im ersten Duell erneut betrogen, Canelo hat dafür kein Verständnis: „Ich bin zufrieden, weil ich einen tollen Kampf gezeigt habe. Es war ein klarer Erfolg“, tönt der Mexikaner, der sich nun Weltmeister der Verbände WBA und WBC nennen darf.

Nicht weniger spektakulär ist der Top-Fight im Schwergewicht zwischen Anthony Joshua und Alexander Povetkin. Der 28 Jahre alte Brite verteidigt seine drei WM-Gürtel vor 80.000 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion durch einen K.o.-Sieg in der Siebten, muss in den ersten Runden vom mutig auftretenden Pflichtherausforderer allerdings auch einige harte Treffer einstecken.

Ähnlich verläuft auch das historische Supermittelgewichts-Finale der World Boxing Super Series in Jeddah. Callum Smith tut sich gegen seinen englischen Landsmann George Groves zunächst schwer, übernimmt dann aber das Kommando und knockt „Saint George“ ebenfalls in der siebten Runde aus.

Box-Deutschland muss hingegen einen handfesten Skandal einstecken. WBA-Champ Manuel Charr wird wenige Tage vor seiner geplanten Titelverteidigung gegen den Puerto Ricaner Fres Oquendo bei einer Dopingprobe positiv getestet.

Text: Peter Stroß

Rockys Tod schockt die Box-Gemeinde, Canelo unterschreibt einen Rekord-Vertrag, Ornella Wahner wird Deutschlands erste Amateur-Weltmeisterin – im vierten Teil des großen BOXSPORT-Jahresrückblicks.

Foto: 

Imago/ITAR-TASS