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Heute vor 25 Jahren: Der Skandalfight Rocky vs. Tiger

Heute vor 25 Jahren: Der Skandalfight Rocky vs. Tiger
Heute vor 25 Jahren: Der Skandalfight Rocky vs. Tiger

Am 10. August 1996 fegte ein Sturm der Empörung durch die deutsche Box-Welt. Der Grund: Der Ausgang des Kampfes zwischen Graciano „Rocky“ Rocchigiani (41-6-1, 19 K.o.) und Dariusz „Tiger“ Michalczewski (48-2, 38 K.o.). Der für den deutschen Universum-Stall boxende Pole setzte seinen WBO-Titel im Halbschwer aufs Spiel, der promoterlose Rocchigiani übernahm die Rolle des Herausforderers. Das Fehlen eines Promoters sah Rocky in der Rückschau auch als Grund für das Skandalurteil, welches Fans und Experten erzürnte.

Rocchigiani erwies sich nämlich als überlegener Boxer, lag nach der sechsten Runde bei zwei Punktrichtern mit 58:56 vorn, der dritte wertete mit 58:58 unentschieden. Nach einem Trennkommando schlägt Rocky zu, der Tiger geht zu Boden. Erst wird der Kampf als technisches Unentschieden gewertet, später als Disqualifikationssieg für den Titelverteidiger. Rocchigiani und viele andere werfen dem Tiger Schauspielerei vor, der sich durch einen simulierten K.o. um eine Fortsetzung des Kampfes gedrückt habe, den er wahrscheinlich verloren hätte.

„Ich habe gute Börsen bekommen und habe mich auch nie beschwert darüber. Aber die Lobby hatten die anderen und das war oft auch entscheidend. Den ersten Maske-Kampf hätte ich in jedem anderen Land der Welt nach Punkten gewonnen und den ersten Michalczewski-Kampf, den hätte ich auch gewonnen“, sagte Rocky 2017 dazu. 2000 bekam er eine Revanche gegen Michalczewski, hatte aber zu dem Zeitpunkt seit zwei Jahren nicht mehr geboxt und Ringrost angesetzt, weshalb er nicht in der gleichen Form wie bei ihrem ersten Match war – Rocchigiani verlor durch T.K.o. in der Zehnten.

Text: Nils Bothmann

Foto: 

IMAGO / Enno Friedrich