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News

Nach Hymnen-Skandal: Statement von NBSV-Präsident Manfred Schumann

Nach dem Hymnen-Skandal um das Abspielen der ersten Strophe des Deutschlandliedes bei der Veranstaltung „Boxen am Meer“ am 29. Juni und dem daraufhin von BOXSPORT veröffentlichten Interview mit DBV-Präsident Jürgen Kyas, reagiert Manfred Schumann, Präsident des Niedersächsischen Boxverbandes (NBSV) in einem Statement auf die ihm entgegen gebrachten Vorwürfe.

Ich, Manfred Schumann, Präsident des Niedersächsischen Boxverbandes e.V. selbst Mitglied des Vereins Rukeli Trollmann e.V. distanziere mich gegen Rassismus und Gewalt.

Als ehemaliger international bekannter Sportler habe ich mich selbst mehrfach im Ausland aufgehalten, war häufig Gast in verschiedenen Ländern und habe dadurch Freunde auf allen Kontinenten dieser Erde gefunden.

Das Abspielen eines Teiles der ersten Strophe der Deutschen Nationalhymne basiert auf dem Fehler eines Mitarbeiters der Beschallungsfirma. Diese bedauert diesen Fehler außerordentlich und würde ihn am liebsten ungeschehen machen. Die Firma „Clou audio systems“ aus Isernhagen/Hannover ist eine regional bekannte Beschallungsfirma und arbeitet für Städte, Parteien und bei Sportevents. Dem schnellen Eingreifen des Präsidenten des Deutschen Boxverbandes, Herrn Jürgen Kyas, der als Ehrengast geladen, war ist es zu verdanken, dass nicht mehr Schaden angerichtet wurde. Er saß in unmittelbarer Nähe des Musikpults. Ich stand circa 100 Meter davon entfernt.

Ich selbst bedauere den Fauxpas sehr und möchte mich hiermit nochmal in aller Form bei den anwesenden Personen entschuldigen. Ich entschuldigte mich auch schon nach dem ersten Teil der Veranstaltung, aber noch einmal ausführlicher bei den 90 geladenen Gästen der Dampferfahrt. Diese geladenen Gäste waren auch alle anwesend beim ersten Teil der Veranstaltung am Hafen und haben das Missgeschick hautnah miterlebt.

Es ist ein unentschuldbarer Fehler, der da passierte und ich bedauere zutiefst was passiert ist. Vor allem bei Personen, die sich dabei direkt betroffen gefühlt haben.

Ich bin selbst sehr stark engagiert in der Integration ausländischer Menschen, egal welcher Nationalität und Hautfarbe sie angehören. Ich akzeptiere ausländisches Kulturgut und versuche Menschen zu helfen sich in Deutschland eine Existenz aufzubauen und Fuß zu fassen. So ist es mir schon mehrfach gelungen, vor allem jugendlichen Einwanderern zu helfen, einen Einstieg in das Berufsleben zu finden.

Der Niedersächsische Boxverband e.V. ist für viele ausländische Jugendliche eine Möglichkeit die Integration zu finden und zu festigen. Der Boxsport bietet dafür viel mehr als nur körperliche Betätigung, denn im Boxsport sind pädagogische und erziehungsrelevante Verhaltensregeln ein sehr wichtiger Bestandteil der Migration. Als langjähriger Sportlehrer und Trainer habe ich täglich erfahren, welchen Einfluss der Sport auf Respekt, Wertschätzung, Disziplin und Fleiß hat. Das sind jedoch grundsätzliche Voraussetzungen um vor allem den Boxsport auszuüben.

Wir als Niedersächsischer Boxverband e.V., mit mir als Präsident an der Spitze des Verbandes, werden unsere Unterstützung durch den Sport geben, um ausländischen Mitbürgern die Integration zu erleichtern.

Der Boxer Johann Rukeli Trollman wird immer ein Vorbild sein für niedersächsische Boxer. Denn seine Unbeugsamkeit gegenüber einem zweifelhaften Regime, seine Geradlinigkeit beim Erreichen seiner boxerischen Ziele, seine Standhaftigkeit und sein unbeugsamer Wille, werden unseren Boxern aus Niedersachsen immer ein Vorbild sein.

Gez. Manfred Schumann
Präsident des Niedersächsischen Boxverbandes e.V.

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Privat