Fai Phannarai wagt den Generation-Fight

Gleich 2 WM-Titelkämpfe in einem Event bietet Hamburgs Promotion „Boxen im Norden“ am „Tag der Deutschen Einheit“ (3. Oktober ab 16 Uhr) in der Kult-Disco „Große Freiheit“ vor St. Paulis großem...

Tyson Fury lässt seine Muskeln spielen

Nach tagelangem Tauziehen ist nun klar, dass es nicht zum „Battle of Britain“ kommen wird. Tyson Fury (32–0–1, 23 K.o.) erklärte die Vertragsverhandlungen für einen Kampf mit Anthony Joshua (24–3...

Wegerich übergibt Halmich das Original-Hall of Fame-Bild ihres Aufnahmejahrganges

Am 22. September 2022 fand die exklusive Vernissage „Boxen in der Kunst“ in den Räumlichkeiten des Airport Club Frankfurt statt. Regina Halmich (45–1, 16 K.o.), eine der erfolgreichsten Boxerinnen...

Tyson Fury will Anthony Joshua im Ring gegenüber stehen

Die britischen Schwergewichtsboxer Tyson Fury (32–0–1, 23 K.o.) und Anthony Joshua (24–3, 22 K.o.) sollen sich am 3. Dezember im Boxring gegenüber stehen. Joshua, der zuletzt gegen Oleksandr Usyk...

Mayweather will Rematch gegen McGregor

Box-Ikone Floyd Mayweather (50-0, 27 K.o.) bessert die Haushaltskasse in der Box-Rente mit Schaukämpfen auf. Nach seinem Match gegen Logan Paul wollte er erst damit aufhören (...

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News

IOC ändert Meinung zu IBA-Qualifikationsregeln

Der umstrittene IBA-Präsident Umar Kremlev (r.)
Der umstrittene IBA-Präsident Umar Kremlev (r.)

Die IBA, ehemals AIBA, befindet sich immer noch in einer Phase der Umstrukturierung. Nach Korruption bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio war der Amateurverband suspendiert worden, stattdessen hatte eine Task Force das Boxen bei den nächsten Spielen organisiert. Im April sah es so aus, als mache der Verband gute Schritte: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte das Konzept für die Olympia-Qualifikation 2024 abgesegnet (BOXSPORT berichtete). Das neu erarbeitete Olympic Qualifying System (OQS) sollte das bisher fairste sein.

Doch es steht neues Ungemach ins Haus. Das IOC verlangt nun doch Änderungen an den Qualifikationsregeln, nachdem die IBA nicht, wie ursprünglich vereinbart, alle Details bis Ende Juni geliefert hatte. Vor allem die Entfernung des Ranking-Pfades durch das IOC bereite dem Verband Sorgen, schrieb die IBA in einem Statement auf ihrer Webseite. Außerdem gebe es auch von IOC-Seite noch keine Konzept, wie die neuen Qualifikationsregeln umgesetzt werden sollen. „Die unabhängige Expertengruppe des IOC und die Fachleute der IBA haben die letzten sechs Monate extrem eng zusammengearbeitet, um das beste Vorgehen herauszubekommen“, beschrieb der Verband seine Enttäuschung mit dem Komitee. Viele Kritikerpunkte unabhängiger Experten habe man behoben, da diese auf die alte AIBA abgezielt hätten – die IBA dagegen sei transparent und fair, außerdem habe man die Mehrzahl der geforderten Reformen bereits umgesetzt.

Das ist jedoch noch nicht alles. Es könnte sein, dass Boxen ab 2028 nicht mehr olympisch sein wird, da dem IOC die Reformen bei der IBA angeblich nicht weit genug gehen. Gerade der im Mai in seinem Amt bestätigte IBA-Präsident Umar Kremlev ist manchem ein Dorn im Auge, da ihm enge Verbindungen zum geschassten früheren AIBA-Vorstand um Gafur Rachimow nachgesagt werden. Im November 2018 wurde Kremlev ins Exekutivkomitee der AIBA berufen. Aktuell werden die Spiele in Los Angeles 2028 ohne Boxen geplant, aber eine finale Entscheidung steht noch aus. Viele nationale Boxverbände, etwa jener aus Großbritannien, haben eine Kampagne gestartet, damit der Sport olympisch bleibt.

Text: Nils Bothmann

Foto: 

IMAGO / ITAR-TASS