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Joshau: „Ich werde Takams Träume stoppen“

Am Samstag setzt Anthony Joshua (19-0-0, 19 K.o.) seine WM-Titel der Verbände WBA und IBF im Schwergewicht erstmals in einer Pflichtverteidigung aufs Spiel. Gegner ist der in Kamerun geborene Franzose Carlos Takam (35-3-1, 27 K.o.), der als Nummer drei der IBF-Weltrangliste für den eigentlichen Pflichtherausforderer Kubrat Pulev nach dessen Schulterverletzung kurzfristig einsprang. Das an diesem Abend überdachte Principality Stadium in Cardiff ist mit 78.000 Zuschauern ausverkauft – damit ist die Veranstaltung das größte Indoor-Boxevent aller Zeiten.

In einem Interview am Rande der Pressekonferenz im National Museum von Cardiff sprach ein ebenso entspannter wie fokussierter Anthony Joshua über seinen anstehenden Fight.

Mr. Joshua, wie haben Sie auf die kurzfristige Absage von Kubrat Pulev und die Benennung Ihres neuen Gegners reagiert?

Anthony Joshua: „Verletzungen passieren nun mal, das ist unser Business. Und da dies eine Pflichtverteidigung ist, war Takam einfach der Nächste. Und zum Glück war er mitten im Training.“

Wie schätzen Sie Takam ein?

AJ: „Takam hat mehr Boxer ausgeknockt, als ich Profikämpfe hatte. Er ist also erfahrener als ich und boxt auf einem hohen Niveau. Takam hat jetzt eine Gelegenheit bekommen, um die ihn jeder beneidet, der an die Tür zum Thronsaal klopft. Und natürlich will er jetzt das ganz große Ding machen. Ich werde alles tun, um seine Träume zu stoppen.“

Wie stellen Sie sich in so kurzer Zeit auf den mit 1,86 m viel kleineren Gegner ein?

AJ: „Was macht man gegen so einen massigen, verhältnismäßig kleinen Boxer wie Takam? Nun ja, man geht ein bisschen mehr in die Knie, baut sich vor ihm auf und tänzelt nicht viel herum. Die Hoffnung ist die, dass meine Schnelligkeit seine Kraft übertrifft.“

Was ist Ihre besondere Gabe?

AJ: „Zunächst einmal bin ich ein bodenständiger Boxer, wie viele meiner britischen Kollegen. Ich gehe zum Trainieren ganz normal ins Gym, wie jeder andere auch. Das erdet mich. Aber das Beste an mir ist wohl, dass ich ausgebildet bin für jeden Stil. Mein Trainer legt stets Wert darauf, dass ich überall brillant werde.“

Haben Sie mit Wladimir Klitschko eigentlich nach Ihrem Sieg noch einmal gesprochen?

AJ: „Ich habe Wladimir nach dem Kampf gesagt, dass ich großen Respekt vor ihm habe. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich den natürlich nicht während des Kampfes hatte. Und wenn ich eines gelernt habe aus dem Fight, dann dies: stehe niemals einem Wladimir Klitschko frontal gegenüber, denn der der hat einen fürchterlichen Schlag. Aber aus diesem unglaublichen Punch, der mich in der 6. Runde zum ersten Mal in meiner Karriere auf den Boden geschickt hat, habe ich eine Menge gelernt. Das wird mir so gegen Carlos Takam nicht mehr passieren.“

Der Kampf um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen Anthony Joshua und Carlos Takam wird am Samstag live ab 23.10 Uhr bei RTL übertragen.

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