WM-Chance in Sicht: Stevenson besiegt Nakathila

Shakur Stevenson (16-0, 8 K.o.) gilt manchen Experten als kommender Pound-for-Pound-Anwärter.  Der 23-jährige Southpaw, der sich im Oktober den WBO-Gürtel im Federgewicht sicherte, danach aber ins...

Alexander Povetkin geht in den Ruhestand

Alexander Povetkin (36-3-1, 25 K.o.), Olympia-Gold-Gewinner von 2004 und früherer WBA-Weltmeister im Schwergewicht, beendet seine aktive Karriere. Bei einer Presskonferenz in St. Petersburg am...

Spence jr.: Schicke Pacquiao per K.o. in den Ruhestand

Am 21. August werden Ringlegende Manny Pacquiao (62-7-2, 39 K.o.) und Doppel-Weltmeister Errol Spence jr. (27-0, 21 K.o.) für ein Top-Duell im Weltergewicht gegeneinander antreten (...

Deontay Wilder wiederholt Handschuh-Anschuldigungen

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Kirkland Laing stirbt mit 66

Sein Kampfname war „The Gifted One“, der Begabte. Sein Talent zeigte Kirkland Laing (43-12-1, 24 K.o.) vor allem bei seinem legendären Upset-Sieg gegen Roberto Duran am 4. September 1982, als er...

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Kirkland Laing stirbt mit 66

Kirkland Laing stirbt mit 66
Kirkland Laing stirbt mit 66

Sein Kampfname war „The Gifted One“, der Begabte. Sein Talent zeigte Kirkland Laing (43-12-1, 24 K.o.) vor allem bei seinem legendären Upset-Sieg gegen Roberto Duran am 4. September 1982, als er die Ringlegende via Split Decision besiegte. An diese persönliche Bestleistung kam der auf Jamaika geborene Brite in der Folgezeit nicht mehr heran, wurde aber 1987 Britischer und 1990 Europäischer Meister im Weltergewicht. Sein größter Feind, der ihn von der großen Karriere abhielt, war er selbst: Eskapaden mit Frauen, Alkohol und Drogen kennzeichneten sein Leben außerhalb des Rings, er verprasste die Gewinne aus seinem großen Sieg gegen Duran schnell. Vielleicht feiere er einfach zu gern, sagte Laing in einem BBC-Interview.

Laing galt als talentierter Fighter, der schon zu Beginn seines Lebens Nehmerqualitäten zeigte: Sein Mutter hatte einen schweren Unfall, als sie im neunten Monat mit ihm schwanger war, nach eigener Aussage konnte er daher erst mit fünf Jahren laufen. Als Kind kam er nach England, begann früh mit dem Boxen und hatte seinen ersten Amateurkampf im Alter von zwölf Jahren. Mit 17 kam sein größter Amateurtriumph, die ABA-Meisterschaft 1972 im Federgewicht. Manche Beobachter rechneten damit, dass Laing in die britische Olympia-Auswahl aufgenommen werden, aber dies war ihm nicht vergönnt.

1975 gab er ein Profi-Debüt und begann seine unstete Profi-Karriere. Ziemlich genau ein Jahr nach dem Sieg über Duran kehrte er in den Ring, um von Fred Hutchings in der Zehnten ausgeknockt zu werden, nach einer Pause von 14 weiteren Monaten konnte er sich mit einem T.K.o. gegen Darwin Brewster behaupten. Es blieb danach bei einem Auf und Ab.

1994 beendete Laing seine Karriere. Zwei Mal machte er noch große Schlagzeilen. Zuerst wurde 2003 eine Dokumentation des Box-Journalisten Steve Bunce ausgestrahlt, der Laing in Hackney aufspürte. Man sah den Ex-Champ mit einer Bierdose und der vergeblichen Hoffnung, dass er seine Leben bald wieder auf die Reihe kriege und wieder ins Box-Geschäft einsteigen können. Einige Zeit nach der Ausstrahlung der für viele Zuschauer erschütternden Doku war Laing wieder in den Medien: Er stürzte vom Balkon seiner Wohnung im dritten Stock und wurde ins Krankenhaus gebracht. Das sei beim Feiern passiert, sagte er selbst, andere Quellen munkeln von einem Streit wegen Drogen.

Laing war eine der tragischen Figuren der Box-Geschichte: Ein talentierter Fighter, der es aufgrund seiner zahlreichen Probleme nie nach oben schaffte, obwohl er das Zeug dazu hatte. Der Boxer starb im Alter von 66 Jahren, seine Todesursache ist bisher nicht bekannt.

Text: Nils Bothmann

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