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Lopez vs. Kambosos: Ende des Terminkrimis?

Lopez vs. Kambosos: Ende des Terminkrimis?
Lopez vs. Kambosos: Ende des Terminkrimis?

Ganze 6 Millionen Dollar wollte der Streaming-Dienst Triller für die Titelverteidigung des amtierenden Leichtgewicht-King Teofimo Lopez (16-0, 12 K.o.) gegen seinen IBF-Pflichtherausforderer George Kambosos (19-0, 10 K.o.) und stach mit dem Gebot nicht nur Lopez‘ Promoter Top Rank, sondern auch den zweithöchsten Bieter Matchroom Boxing deutlich aus (BOXSPORT berichtete). Ursprünglich war das Match für den 29. Mai anberaumt, später für den 19. Juni; letzterer Termin musste aber wegen einer Covid-19-Infektion des Titelverteidigers verschoben werden (BOXSPORT berichtete).

Es folgten weitere Verschiebungen. Kambosos war sauer, dass er im Juni umsonst angereist war, als seine Frau ein Kind bekam. Später wollte Triller in Australien veranstalten, wogegen sich Lopez wegen der Quarantänebestimmungen wehrte, die seine Vorbereitung erschwert hätten. Bald wurden die Anwälte eingeschaltet, auch die IBF machte Druck und nannte den 17. Oktober als letztmöglichen Termin. Für Montag, den 4. Oktober, setzte Triller das Match an, sah sich aber der Konkurrenz durch ein Footballspiel ausgesetzt, dass sie Zuschauer gekostet hätte. Der Streamingdienst setzte einen Ersatztermin für den 16. Oktober an und wollte das Barclays Center buchen. Lopez wäre einverstanden gewesen, Kambosos war es nicht und klagte auf seine Chance zum vereinbarten Termin. Das Ende vom Lied: Am 4. Oktober wurde nicht geboxt, der Verband schaltete sich ein und entzog dem Streamingdienst die Rechte für den Kampf. Nutznießer sind Promoter Eddie Hearn und Matchroom Boxing, die das zweithöchste Gebot von ca. 3,5 Millionen Dollar abgegeben hatte.

Triller ist bis 6. April nun von der Versteigerung jedweder IBF-Titelkämpfe ausgeschlossen. Zudem werden 20% der ursprünglich geplanten Börse als Strafe an die Boxer ausgezahlt, im Verhältnis 65:35 zugunsten von Lopez. Der Split bei der Matchroom-Börse wird identisch sein, weshalb beide Boxer zwar weniger verdienen werden als ursprünglich, aber mehr als wenn Matchroom die Versteigerung direkt gewonnen hätte. Eddie Hearn verkündete bei Instagram bereits, dass Zeitpunkt und Ort des lang erwarteten Matches bald bekannt gegeben werden.

Text: Nils Bothmann

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