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News

Manuel Charr könnte doch WBA-Weltmeister bleiben

Der positiv auf Doping getestete WBA-Champion Manuel Charr wird aller Voraussicht nach nun doch seinen WM-Titel behalten und auch um eine Sperre herumkommen.

Wie der „Spiegel“ berichtet sollen der zuständigen Anti-Doping-Kommission VADA (Voluntary Anti Doping Association) Verfahrensfehler beim Öffnen der B-Probe unterlaufen sein. So sollen Charr und sein Team nicht die Möglichkeit erhalten haben, bei der Öffnung der B-Probe anwesend zu sein. „Wir haben erfahren, dass die B-Probe geöffnet wurde, ohne das Charr-Lager darüber zu informieren“, teilte Charrs US-Anwalt Patrick English in einem Schreiben an den Weltverband WBA mit. Dadurch sei der positive Test laut English hinfällig.

Tatsächlich sprechen Präzedenzfälle, wie der der chinesischen Judoka Tong Wen, für Charr. Die Judo-Weltmeisterin wurde 2010 des Clenbuterol-Dopings überführt, die Sperre wurde aufgrund ähnlicher Verfahrensfehler jedoch später annulliert.

Charr selbst plant bereits eine Neuansetzung seines abgesagten WM-Fights gegen den US-Amerikaner Fres Oquendo. „Vor einigen Tagen sind mein Team und ich nach Bulgarien gereist und haben mit einem Vertreter von Oquendo einen neuen Termin für den Titelverteidigungskampf vorbereitet“, schrieb Charr auf seiner Facebook-Seite. „Dieser wird, aus unserer Sicht, in der ersten Hälfte 2019 stattfinden.“

Foto: 

Imago/Marianne Müller