Die Brite Callum Smith ist nicht nur WBA-Weltmeister im Supermittelgewicht, sondern gewann 2018 auch die Muhammad-Ali-Trophy im Rahmen der World Boxing Super Series. Dennoch steht der 30-jährige...

Nach langer Wartezeit erhält Kubrat Pulev (28-1, 14 K.o.) am 12. Dezember endlich seine zweite WM-Chance im Schwergewicht. In der Londoner O2 Arena wird der Bulgare auf Dreifach-Weltmeister...

Formella verliert gegen Benn und gewinnt Respekt

Gegen den Briten Conor Benn (17-0, 11 K.o.) musste Weltergewichtler Sebastian Formella (22-2, 10 K.o.) am Samstag die zweite Niederlage seiner Karriere einstecken – die erste war am 22. August...

Deontay Wilder: Bridgergewicht – ohne mich

Das WBC hält an seinem Plan fest, eine Gewichtsklasse namens Bridgergewicht zwischen Cruiser- und Schwergewicht einzuführen (...

Dicke Luft zwischen Crawford und Arum

Am Samstag bewies Terence „Bud“ Crawford (37-0, 28 K.o.) erneut, dass er einer der besten Boxer im Weltergewicht ist. In nur vier Runden knockte er Kell Brook (39-3, 27 K.o.) aus und verteidigte...

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Manuel Charr: Wenn Vitali nicht will, nehme ich Wladimir

Lässt gerne die Muskeln spielen: Manuel Charr
Lässt gerne die Muskeln spielen: Manuel Charr

KölnSchwergewichtler Manuel Charr hat sich als Gegner für Wladimir Klitschko angeboten. Da Weltmeister Klitschko noch immer keinen Gegner für seine am 6. April geplante freiwillige Titelverteidigung bekanntgegeben hat, probiert es Charr per öffentlichem Aufruf. „Die Klitschkos haben doch meine Nummer. Wladimir muss nicht lange suchen, er soll mir einfach einen Vertrag zuschicken. Ich boxe sofort gegen ihn“, erklärte der Kölner am Donnerstag.

„Aber wahrscheinlich hat Wladimir keine Lust gegen mich zu boxen, weil er gesehen hat, dass sein großer Bruder schon Schwierigkeiten mit mir hatte“, meint Charr, der im September in Moskau vorzeitig gegen WBC-Weltmeister Vitali Klitschko verloren hatte. „Nicht Vitali hat mich besiegt, sein Hausarzt hat das für ihn erledigt. Am liebsten will ich nach wie vor eine zweite Chance gegen Vitali, und ich hoffe, er macht nicht denselben Fehler wie Lennox Lewis und beendet seine Karriere, bevor wir die Sache geklärt haben. Aber wenn der große Bruder nicht will, kämpfe ich auch gegen den kleinen. Damit habe ich kein Problem.“

Charr ist sich sicher, dass er den jüngeren der beiden ukrainischen Weltmeister-Brüder besiegen kann: „Wladimir ist nicht so stark wie Vitali – weder physisch noch psychisch. Mit meinem bedingungslosen Vorwärtsgang würde ich ihn niederwalzen. Ich beende seine Karriere. Vielleicht ist das auch meine Chance, doch noch an einen zweiten Kampf gegen Vitali zu kommen. Wenn ich Wladimir besiege, würde der große Bruder das bestimmt rächen wollen. Also, ich bin bereit!“

Klitschko im Sinn - Saglam vor den Fäusten

Charr will seinen WBC-Silver-International-Titel am 22. Februar in Galati (Rumänien) gegen den Türken Yakup Saglam verteidigen. Der Kampf wird live auf Eurosport übertragen. Auf das Duell bereitet sich der 28-Jährige gerade in seiner Wahlheimat Köln mit seinem neuen Trainer Scott Welch vor. Der „Brighton Rock“ war selber ein erfolgreicher Schwergewichtler, konnte sich unter anderem 1995 gegen Julius Francis den britischen Meistertitel sichern und forderte 1997 WBO-Weltmeister Henry Akinwande heraus, dem er allerdings einstimmig nach Punkten unterlag. 1999 beendet Welch seine aktive Laufbahn mit 22 Siegen (17 davon durch K.o.) bei vier Niederlagen.

„Ich sehe viel von mir selber in Manuel, er ist ein ähnlicher Typ, wie ich es früher war“, sagt der inzwischen 44-jährige Brite. „Ich denke, ich kann ihm mit meiner Erfahrung weiterhelfen. Er hat ein Riesenkämpferherz, einen unbändigen Willen und ist sehr trainingsfleißig. Er bringt alles mit, um ein großer Champion zu werden. Ich bin froh und stolz, ihn auf seinem Weg zur Weltspitze unterstützen zu können. Für den Moment gilt unsere Konzentration Yakup Saglam. Das ist ein unangenehmer Gegner, den wir nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen. Danach nehmen wir uns die Klitschkos vor.“

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