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News

Marco Huck: „Ich kann noch für Furore sorgen“

Nach Rückschlägen im Cruisergewicht wechselte Marco Huck in diesem Jahr in die „Königsklasse“ des Boxens. Im Exklusiv-Interview mit BOXSPORT verrät der Ex-Champion seine nächsten Pläne und wie er auch im Schwergewicht in die Weltspitze vorstoßen will.

Interview: Benjamin Stroka

Marco, du hast im Juni mit einem Sieg über Yakup Saglam erfolgreich dein Comeback im Schwergewicht gegeben. Wie hast du dich körperlich gefühlt?

Das wir wie eine Befreiung für mich. Ich habe mich wirklich sehr wohl gefühlt. Das Schwergewicht steht mir und es war schön, mal essen zu können, was man will, und nicht abkochen zu müssen. (schmunzelt) Und das Resultat hat man im Ring gesehen. Klar, Yakup Saglam ist kein Überflieger, aber auch solche Gegner muss man erst mal schlagen.

Seit dem Saglam-Kampf ist es ziemlich ruhig um dich geworden. Wirst du in diesem Jahr noch in den Ring steigen?

Die Planung läuft bei uns bereits auf Hochtouren und ich hoffe, dass wir bald bekannt geben können, wann und wo mein nächster Kampf steigt. Das kann auch relativ kurzfristig passieren und durchaus noch in diesem Jahr so weit sein. Aber ansonsten peile ich eine Rückkehr Anfang 2019 an.

Was war eigentlich der Grund für deinen Aufstieg ins Schwergewicht?

Ich habe 2012 gegen Alexander Povetkin bereits ein Mal im Schwergewicht geboxt (Huck verlor umstritten nach Punkten; Anm. d. Red.). Nach dem Kampf bin ich wieder ins Cruiser gegangen. Aber ehrlich gesagt habe ich mich schon damals nicht mehr dem Cruiser verbunden gefühlt und immer mit dem Schwergewicht geliebäugelt. Dadurch war ich nicht mehr mit ganzem Herzen bei der Sache. Auch das Abkochen tat mir nicht gut. Nach dem Duell gegen Usyk sagte ich mir: jetzt oder nie. Entweder ich wechsele jetzt ins Schwergewicht oder ich höre auf.

Würdest du sagen, dass du beim Usyk-Kampf körperlich nicht bei 100 Prozent warst?

Ich war nicht in Bestform. Ich will gar nicht behaupten, dass ich Usyk sonst geschlagen hätte, aber der Kampf hätte anders ausgesehen – davon bin ich fest überzeugt. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein echter Kämpfer bin und mit dem Kopf durch die Wand gehen will. Aber beim Fight gegen Usyk war ich sowohl physisch als auch mental nicht bei 100 Prozent.

Warum bist du 2012 nicht im höchsten Limit geblieben?

Eigentlich wollte ich damals definitiv im Schwergewicht bleiben. Da war ich mir auch mit Herrn Wegner einig. Allerdings war es auch eine finanzielle Frage. Im Schwer hätte ich deutlich weniger Geld verdient.

Kannst du das etwas genauer ausführen?

Im Cruiser boxte ich regelmäßig in gut dotierten WM-Fights. Im Schwergewicht wäre es nötig gewesen, dass ich mich in den Ranglisten erst mal nach oben boxe. Dadurch hätte ich im Vergleich zu den Kämpfen im Cruisergewicht auf knapp 80 Prozent meiner Einnahmen verzichten müssen. Aber ein Sportlerleben ist kurz. Man muss sehen, dass man in seiner kurzen aktiven Karriere genug Geld verdient. Daher entschied ich mich wieder für das Cruiser.

Du warst kürzlich in New York und hast von dort auch Trainingsvideos gepostet. Wie kam das zustande?

Ich war zum Trainieren dort, aber ein bisschen Urlaub war natürlich auch drin. Ich trainierte zwei Mal am Tag und es hat mir sehr gut gefallen. Die Amerikaner ticken etwas anders als wir, aber ich habe denen im Gym auch ein paar deutsche Tugenden beigebracht. (schmunzelt) …

 

Das komplette Interview lesen Sie in der neuen Ausgabe BOXSPORT 01-02/2019 – jetzt am Kiosk!

Foto: 

RTL/Philipp Gaetz