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News

Mittag: „Ich werde es in Potsdam krachen lassen“

Am 18. Mai werden in der Potsdamer MBS Arena Patrick „Wolf“ Wojcicki (10-0-1, 4 K.o.) von Team Sauerland und Ronny Mittag (30-2-2, 15 K.o.) aus dem „Wikinger“-Boxstall von Winfried „Winne“ Spiering aufeinandertreffen. Mittag wird in dem Mittelgewichts-Duell seinen IBF-Intercontinental Titel aufs Spiel setzen. Was Spiering und sein Mittelgewichtler planen, verraten sie hier im Doppel-Interview.

Winne Spiering, Sie haben dem Kampf zwischen Mittag und Wojcicki den Slogan „Hopp oder Topp“ verpasst. Warum?

WS: Für Wolf Wojcicki und Ronny Mittag geht es um alles oder nichts. Gewinnt Wojcicki zieht er in das Ranking der IBF ein. Gewinnt Ronny hat er bereits einen WM-Eliminator in Sicht. Würde er verlieren, dann heißt es wieder hinten anstellen. Ähnliches gilt sicherlich auch für den Wolf. Also Hopp oder Topp für beide.

Wojcicki – Pflichtverteidigung – Eliminator – WM-Kampf. Das ist vermutlich Ihre Marschroute für Mittag. Wie weit denken Sie im Voraus?

WS: Wir denken von Kampf zu Kampf. Und als nächstes bekommt Ronny den Wolfsburger Wojcicki vor die Fäuste. 

Ihre Prognose?

WS: Nach dem Kampf folgt das Wolfsrudel einem neuen Alphatier und das ist Ronny Mittag.

Sie strotzen ja vor Selbstsicherheit.

WS: Ich bin Realist. Selbstverständlich weiß ich um Wojcickis Gefährlichkeit. Ich weiß, dass er als Amateur mehrfacher Deutscher Meister wurde, den Chemiepokal gewann und an den Olympischen Spielen teilnahm. Ich weiß, dass der Wolf ein exzellenter Techniker ist, der blitzschnell agiert. Ich weiß, dass er eine nahezu makellose Profi-Bilanz von zehn Siegen und einem Unentschieden besitzt. Ich weiß aber auch, dass er noch kein Kaliber wie Ronny Mittag geboxt hat.

Worauf können sich die Fans in Potsdam freuen?

WS: Natürlich auf die beiden besten deutschen Mittelgewichtler, die um den Intercontinental-Titel eines der größten Boxverbände kämpfen werden. Ronny und der Wolf werden ehrlichen, harten und spannenden Boxsport zeigen. Dafür lieben sie ihre Fans und die werden aus beiden Lagern reichlich vor Ort sein. Was mich besonders freut, ist, dass aus unserem Team die Berliner Sven Elbir und Florian Raab boxen werden. Die haben ihre Fans auch dabei. Für alle drei ist es damit ein gefühltes Heimspiel.

Glaubt man der Gerüchteküche, wird Mittag seine nächste Pflichtverteidigung beim Fritz Sdunek Memorial in Zinnowitz durchführen. Der Termin wäre der 8. September.

WS: Mit dem Fritz Sdunek Memorial möchte ich ein Box-Event veranstalten, das Fritzer gefallen hätte, mit ehrlichem Sport und mit Talenten aus der Region. Bereits fest steht, dass Ünsal Arik antreten wird. Würde Ronny in Potsdam siegen, dann bestehen gute Chancen, dass er am 8. September in Zinnowitz zur Pflichtverteidigung seines IBF-Titels anträte. Maßgeblich hierfür wäre eine schnelle Einigung mit dem Weltverband.

Ronny Mittag, hätten Sie Lust beim Fritz Sdunek Memorial zu boxen?

RM: Na klar, aber zuerst ist Wolf Wojcicki dran.

Das Wiking Box-Team gibt es seit über 25 Jahren und es gehört neben dem Team Sauerland zu den ältesten Profi-Ställen in Deutschland. Was bedeuten die Wikinger für Sie?

RM: Die Wikinger stehen für „Männer, Macher, Mythos“. Ich bin sehr stolz, Boxer dieses legendären Teams zu sein und möchte ein weiteres „M“ beisteuern. „M“ wie Mittag. Aber bis dahin ist es noch ein harter Weg.

Eingangs hat Ihr Manager gesagt: „Wir denken von Kampf zu Kampf“…

RM: …und der nächste Gegner ist der schwerste. Ich kenne Patrick Wojcicki. Beim Wiking Weihnachtsboxen konnte ich ihn studieren. Er ist ein Top-Boxer und es wird nicht einfach. Trotzdem, in Potsdam werde ich es krachen lassen und nach dem Kampf wird der Wolf den Mond anheulen. Das ist ein Versprechen an meine Fans.

Wie sieht die Strategie aus, die Sie und Coach Schröder sich für Wojcicki zurecht gelegt haben?

RM: Rausgehen und Spaß haben. Das ist, was mein Coach von mir verlangt.

Die Box-Gala in Potsdam wird am 18. Mai ab 20 Uhr live auf Sport1 übertragen.

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