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News

Robin Krasniqi: „Ich werde für meine Rechte kämpfen“

Robin Krasniqi: „Ich werde für meine Rechte kämpfen“
Robin Krasniqi: „Ich werde für meine Rechte kämpfen“

In der kommenden Ausgabe 01/22 beleuchtet BOXSPORT das Nachspiel des Rematches zwischen Robin Krasniqi und Dominic Bösel. Im Exklusiv-Interview spricht der entthronte Champ darüber, wie er einen Betrug im Rückkampf beweisen will, aber auch über seine Zukunftspläne. Außerdem gibt es in der Ausgabe weitere Hintergrundinfos zu Krasniqis Klage sowie die Schilderung der Gegenseite, die Krasniqis Vorwürfe kontert. Vorab ist hier ein Auszug aus dem Interview mit Krasniqi:

Hallo Robin, dein Rematch-Fight am 9. Oktober 2021 gegen Dominic Bösel war ein sehr enges Duell, wie es im Profiboxen immer wieder vorkommen kann. Dennoch hältst du die 1:2-Split-Decision für ein glattes Fehlurteil. Warum?

Für mich ist das Ergebnis ein Skandal. Es war kein knapper Kampf, sondern ein Rematch mit klaren Vorteilen auf meiner Seite. Ich bin als Weltmeister in den Ring gestiegen und soll diesen Fight verloren haben? Ich kann das immer noch nicht fassen und fühle mich regelrecht verarscht. Ich bin seit 16 Jahren Profi und habe einiges erlebt, auch mit den Organisatoren dieses Kampfes. Umso mehr enttäuscht und verletzt es mich, wie ungerecht sie mich behandelt haben. Aber ich werde für meine Rechte kämpfen und dafür sorgen, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Du hast gegen das Urteil beim Weltverband IBO protestiert. Wie fiel dessen Reaktion aus?

Wir wollen das Urteil revidieren und haben den Kampf neu bewerten lassen, das haben wir der IBO und dem Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) mitgeteilt. Von unabhängigen internationalen Punktrichtern und nicht von einem Kampfgericht, wie es sich BDB-Präsident Thomas Pütz zusammengestellt hatte. Doch eine wirkliche Reaktion seitens der IBO gab es auf unseren Protest nicht, vielmehr hat der Verband in dieser Sache auf den BDB als Ausrichter verwiesen. Wir hatten dem BDB die Möglichkeit gegeben, die Neubewertung des Kampfes selbst vorzunehmen, aber es gab keine Rückmeldung. Deshalb haben wir dies am 11. Dezember selbst getan.

Jeder der fünf Punktrichter hat bei der Neubewertung des Kampfes dich zum Punktsieger erklärt. Das heißt aber nicht, dass diese „Revision“ vom BDB und der IBO auch anerkannt wird. Was sind jetzt die nächsten Schritte?

Eigentlich müsste der BDB das Ergebnis aus der Neubewertung, die am 11. Dezember stattgefunden hat, anerkennen, und somit hätten wir das Thema geklärt. Denn die IBO würde wiederum die Entscheidung des BDB akzeptieren, da der BDB an dem Abend der beauftragte Ausrichter und Thomas Pütz der offizielle Supervisor war. Aber ich glaube natürlich nicht, dass der BDB dies tut, weil ganz klar zu erkennen ist, dass der Wille dazu nicht vorhanden ist. Die Gerechtigkeit und der Sport scheinen da wohl keine Rolle zu spielen. Die nächsten Schritte sind ganz klar rechtliche Schritte.

Du hast dich nicht nur über das Urteil, sondern auch über die Kampfführung von Dominic Bösel im Rematch beschwert und auf deiner Facebookseite ein Bild gepostet mit dem Kommentar: „Das ist einer von knapp 30 illegalen Schlägen von Dominic Bösel am 09.10.2021 in Magdeburg!“

Auch dagegen protestiere ich, das wird bei der Neubewertung ebenso zur Sprache kommen. Wieso gab es für solche Attacken nicht einen einzigen Punktabzug gegen Dominic? Ist das der Weg, wie man einem Weltmeister den Titel abnimmt? Was ist das nur für eine Botschaft an Fans und Boxer, die alle an diesen wunderbaren Sport glauben? Und die Offiziellen lassen das alles ungestraft zu.

Lesen Sie das komplette Interview und alle weiteren Hintergründe in der kommenden Ausgabe. BOXSPORT 01/22 erscheint am 5. Januar 2022.

Interview: Frank Schwantes

Foto: 

IMAGO / Eibner