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Sauerland: „Wir haben momentan nicht die Qualität“

Wilfried Sauerland ist zurück und nimmt in seinem Berliner Stall die Zügel wieder in die Hand. Mit BOXSPORT sprach die Promoter-Legende über Versäumnisse und neue Chancen.

Interview: Frank Schwantes

Herr Sauerland, wie fühlt es sich an, wieder in der ersten Reihe am Ring zu sitzen?

Ich habe nach wie vor am Ring gesessen. Zwar nicht mehr so häufig wie früher, aber es ist nicht so, dass ich keine Boxveranstaltungen mehr besucht hätte. Das hat damit zu tun, dass ich viel in Südafrika war und auch immer noch bin, aber ich gehe nach wie vor genauso gerne zum Boxen wie früher.

Was sind für Gründe dafür, dass Sie wieder aktiver ins Tagesgeschäft bei Sauerland Event einsteigen?

Das sind in erster Linie personelle Gründe. Mein Sohn Kalle ist zur World Boxing Super Series (WBSS) gewechselt und bei der Comosa AG beschäftigt, deshalb ist er zur Zeit keine Minute mehr bei uns im Büro in Hamburg. Das Turnier erfordert einen weitaus größeren Zeitaufwand als gedacht. Außerdem darf er rechtlich nicht gleichzeitig in zwei Boxunternehmen tätig sein. Zur WBSS hat er auch unsere Event-Managerin und unseren ehemaligen Geschäftsführer Chris Meyer mitgenommen. Deshalb mussten wir uns nach neuem Personal umschauen.

In welchem Umfang möchten Sie sich wieder bei Sauerland einbringen?

Ursprünglich hatte ich eine Woche pro Monat angedacht, aber das ist unrealistisch. Ich kann sagen, dass im Verlauf der nächsten Monate bei Sauerland alles wieder in Berlin verankert sein wird. Wir hatten das Firmenbüro vorübergehend in Hamburg, weil Kalle und Freddy Ness dort leben. Aber wir wollen wieder für eine bessere Anbindung an unser Berliner Gym sorgen.

Für wie lange wollen Sie das Ruder übernehmen?

Spätestens an meinem 80. Geburtstag soll alles erledigt sein (29. Februar 2020, d. Red.), dann muss Feierabend sein. Das hängt aber auch ein wenig davon ab, wie schnell wir die neuen Mitarbeiter einarbeiten können. Außerdem suchen wir ja weiteres Personal, sodass meine Anwesenheit künftig nicht mehr zwingend in diesem Umfang erforderlich ist.

Um welche Jobs geht es?

Wir haben bereits eine neue Event-Managerin angestellt. Nun überlegen wir, noch einen neuen Geschäftsführer zu holen. Das hängt aber ein wenig von der Situation meines jüngeren Sohnes Nisse ab. Wir müssen schauen, wie oft er es schafft, aus dem Ausland nach Deutschland zu kommen. In den nächsten Monaten wird sich entscheiden, wie wir weiter verfahren...

Das gesamte Interview mit Wilfried Sauerland und noch vieles mehr finden Sie in der aktuellen BOXSPORT-Ausgabe 11/2018 - jetzt am Kiosk!

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Imago/masterpress