Hearn und de la Hoya zoffen sich wegen Canelo-Fight

Am 7. Mai erlebte Pound-for-Pound-Star Saul „Canelo“ Alvarez (57-2-2, 39 K.o.) eine böse Überraschung, als er bei seinem zweiten Ausflug ins Halbschwer beim Fight gegen Dmitry Bivol (20-0, 11 K.o...

Die Jugendboxer im DBS-Boxring

Im Anschluss an die Einmarschmusik von Strauß „Also sprach Zarathustra“ sahen knapp 200 Teilnehmer und Zuschauer (Frauen und Schüler hatten freien Eintritt) Anfang Mai in der Tremonia-Turnhalle am...

Pflichtherausforderer-Chaos: Josh Taylor verliert Gürtel

Mit einem kontrovers diskutierten Split-Decision-Sieg über Jack Catterall (26-1, 13 K.o.) hatte sich Josh Taylor (19-0, 13 K.o.) als Undisputed Champion im Halbwelter behauptet (...

Amir Khan geht in den Ruhestand

Kürzlich hatte Kell Brook (40-3, 28 K.o.) seinen Ruhestand verkündet (BOXSPORT berichtete), wenige Tage später zog...

Heute vor 20 Jahren: Gatti vs. Ward I

Als Arturo Gatti (40-9, 31 K.o.) und Micky Ward (38-13, 27 K.o.) am 18. Mai 2002 aufeinandertrafen, konnte im Vorfeld kaum jemand ahnen, was aus diesem Kampf entstehen würde. Gatti suchte nach...

1 von 5

News

Scheurich vs. DBV: Vermittlungsgespräch gescheitert

Scheurich vs. DBV: Vermittlungsgespräch gescheitert
Scheurich vs. DBV: Vermittlungsgespräch gescheitert

Seit letztem Jahr befinden sich Boxerin Sarah Scheurich und der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) im Clinch. Der Verband nahm Scheurich aus seinem Kader. Wegen mangelnder Leistungen, wie der Verband meinte. Weil sie eine unliebsame Athletin sei, die sich traue unbequeme Wahrheiten auszusprechen, meinte Scheurich. Über die Medien und offene Briefe warfen beide Parteien einander Falschaussagen und verzerrte Darstellungen vor (BOXSPORT berichtete).

Die Interessenvertretung „Athleten Deutschland“ setzte sich für die Wiederaufnahme der erfolgreichen Mittelgewichtlerin ein, es kam zu einem Online-Klärungsgespräch am 29. März. Eingeladen hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), zugeschaltet waren die Konfliktparteien: Der DBV, „Athleten Deutschland“, die Deutsche Sporthilfe und Sarah Scheurich. Die erhoffte Klärung brachte der Termin nicht, sondern vertiefte die Gräben noch.

„Ich war in den letzten Monaten in den sozialen Medien nicht so aktiv, weil ich auf seinen Kompromiss zwischen dem DBV und mir gehofft hatte, aber nach einer gemeinsamen Sitzung mit DOSB, Sporthilfe, Athleten D und dem DBV kommt mir dieser Gedanke fast lächerlich vor. Nicht nur, dass ich Fräulein genannt und mir ein guter Charakter abgesprochen wurde, den es natürlich braucht um international erfolgreich zu sein, lehnt es unser Verband prinzipiell ab, mit mir jemals wieder zusammen zuarbeiten... und ich habe gedacht, Kaderkriterien würden sich nach der Leistung richte“, schrieb Scheurich bei Instagram.

Die frühere DBV-Athletensprecherin wird definitiv nicht zur Weltmeisterschaft in der Türkei fahren, die am 6. Mai beginnt. An diesem Datum will der DBV auch seine Nominierungskriterien offenlegen. Gegenüber der „jungen Welt“ sprach „Athleten Deutschland“-Geschäftsführer Johannes Herber von einer „Verzögerungstaktik“ seitens des DBV. Dieser sei angehalten, Scheurich einen Weg zurück in den Kader aufzuzeigen.

In einem Pressestatement reagierte der DBV auf Vorwürfe seitens Scheurichs und der Interessenvertretung, dass man sie von der Wahl der Athletensprecher ausgeschlossen habe. „Die genannte Athletin ist von den Wahlen des bzw. der neuen Athletensprecher:in des DBV nicht, wie behauptet, ausgeschlossen worden, da sie zu dem Zeitpunkt (Anfang November 2021) dem Perspektivkader (P-Kader) gar nicht mehr angehörte“, heißt es in dem Schreiben. „Insbesondere verwundert die Behauptung von Sarah Scheurich, dass die Wahl des Athletensprechers bzw. der Athletensprecherin nicht demokratisch erfolgt sein soll. Schließlich wurde sie selbstständig und ohne Einflussnahme des DBV von Athleten Deutschland durchgeführt. Tatsächlich wurden in dieser mit einer Online-Software erhobenen Wahl, zu der alle 84 Athlet*innen der OK, PK und NK – Kader wahlberechtigt und schriftlich eingeladen waren, Stefanie von Berge (Sprecherin) und Silvio Schierle (Stellvertreter) gewählt.“ Zu allen anderen Vorwürfen heißt es: „Zur Personalie Scheurich werden wir darüber hinaus keine Kommentare mehr abgeben.“

Text: Nils Bothmann

Foto: 

IMAGO / Norbert Schmidt