Am morgigen Freitag steigt Frankreichs große Schwergewichtshoffnung Tony Yoka (7-0, 6 K.o.) wieder in den Ring. Der Olympiasieger von 2016 trifft mit Ex-WM-Herausforderer Johann Duhaupas (38-5, 25...

Die O1NE.Sport-Athleten Denis Radovan und Sophie Alisch werden am 26. September in München bei einem der wichtigsten internationalen Boxevents des Jahres wieder im Einsatz sein. Denn wenn die...

Tugstsogt Nyambayar gewinnt WBC-Eliminator

Der mongolische Federgewicht-Contender und frühere Olympia-Zweite Tugstsogt Nyambayar (12-1,9 K.o.) konnte sich am Samstag in einem WBC-Eliminator gegen Cobia Breedy (15-1, 5 K.o.) durchsetzen –...

Peter Kadiru gegen Roman Gorst am 10. Oktober

SES-Schwergewichtler Peter Kadiru (9-0, 5 K.o.) bestreitet seinen vierten Kampf im „Corona-Jahr“ und steigt im 10. Profikampf gegen den Bayern Roman Gorst um die Deutsche Meisterschaft wieder in...

Robin Krasniqi wird Bösel-Gegner am 10. Oktober

Der Gegner von IBO-Weltmeister und WBA-Interims-Champ Dominic Bösel (30-1, 12 K.o.) am 10. Oktober steht fest. Der Halbschwergewichtler hatte ursprünglich gegen den Australier Zac Dunn (29-1, 24 K...

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SES-Gala: Hernandez verliert, Dzemski siegt

SES-Gala: Hernandez verliert, Dzemski siegt
SES-Gala: Hernandez verliert, Dzemski siegt

Es gibt keine Wunder im Sport. Dieser Erfahrung musste sich auch der deutsch-kubanische IBF-Ex-Weltmeister Yoan Pablo Hernandez (29-2, 14 K.o.) unterziehen. Der einstige Cruisergewichtler stieg ins Schwergewicht auf. Nach sechs Jahren Ringpause versuchte der in Stendal lebende Hernandez am Sonnabend ein Comeback. Im Magdeburger Elbauenpark trat er gegen den US-Profi Kevin Johnson (35-17-1, 19 K.o.) an. Bereits in der vierten Runde musste Hernandez auf die Bretter, kämpfte aber bis zur siebten Runde beherzt weiter. Dann traf den Stendaler eine knallharte Rechte, die ihn endgültig in den Ringstaub beförderte. Der Ex-Weltmeister brauchte lange, ehe er sich von diesem Hammer erholt hatte. „Die Niederlage muss ich mir selbst zuschreiben. Ich weiß jetzt, wo ich stehe. Im nächsten Kampf werde ich schon besser aussehen“, übte Hernandez Selbstkritik. So schlecht sah Trainer-Legende Ulli Wegner seinen früheren Schützling nicht: „Pablo lag nach Punkten vorn. Da muss man in der siebten Runde einfach taktisch klug boxen und die Aktionen verzögern.“ Eine Fortsetzung der Karriere sieht Wegner auf keinen Fall negativ, zumal Hernandez beim SES-Boxstall einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat. Trainer Christof Schlender steht ebenfalls zu Hernandez: „Wir arbeiten weiter. Ich denke schon, dass es Pablo bei weiterem hartem Training zu alter Form schaffen kann.“

Das Beste kommt zum Schluss. Als letztes Duell des SES-Kampfabends hatte Promotor Ulf Steinforth den Fight Tom Dzemski (15-0, 9 K.o.) gegen Michael Eifert (6-1, 2 K.o.) angesetzt. Bei dem Kampf ging den Boxfans das Herz auf. Die Auseinandersetzung um den IBF-Junioren-Weltmeistertitel im Halbschwergewicht war kein Duell „Fallobst“ gegen „Champion“, sondern ein Kampf auf Augenhöhe. „Das war alte DDR-Boxschule“, staunte selbst Ulli Wegner. Allein für diesen Kampf hat sich das Kommen der 850 zugelassenen Zuschauer gelohnt. Am Ende gewann Dzemski ganz knapp, wobei Punktrichter Ingo Barabas (Egenhausen) mit seinem Urteil 76:76 auch nach unserer Meinung den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Dieser Kampf hatte zwei oder keinen Sieger. Es ist natürlich verständlich, wenn der 23-Jährige Dzemski jubelt: „Ich bin überglücklich über meinen Sieg, denn Micha hat einen ganz großen Kampf geliefert.“ Für den Sachsen war es der siebte Profikampf und die erste Niederlage. „Die Niederlage wirft mich nicht um. Ich will weiter meinen Weg gehen.“ Nur Mut!

In seinem neunten Profikampf ließ der Hamburger Schwergewichtler Peter Kadiru (9-0, 5 K.o.) erneut nichts anbrennen, lang stand Kadirus Gegner Muhammed Ali Durmaz (29-29, 27 K.o.) nicht auf den Beinen. Bereits nach 1:25 Minuten der ersten Runde beförderte der Hamburger seinen Gegner mit einem Leberhaken auf die Bretter. „Jetzt bekommt Peter stärkere Gegner““, verrät dessen Manager Bernd Bönte. „Ich will die Traditionen im deutschen Schwergewicht fortsetzen“, verspricht Kadiru. Als nächstes trifft der Hamburger auf den Titelverteidiger Roman Gorst (6-0, 5 K..o.). Der Russland-Deutsche lebt in bayrischen Pocking und bestritt 170 Amateurkämpfe für den BC Straubing.

Nur zum Merken. Den Namen Artur Henrik (2-0, 1 K.o.) werden wir noch öfter hören. Der Bremer vom SES-Boxstall gehört nach Ulli Wegners Ansicht zu den ganz großen Talenten des deutschen Boxens. Der Finne Janne Rantanen (4-2, 2 K.o.) jedenfalls kann das bestätigen. Nach einem Leberhaken gab der Finne bereits nach der ersten Runde auf.

Text: Manfred Hönel

Foto: 

imago images / Eibner