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News

Spannende Fights bei „Fritz Sdunek Memorial“

Das Ostseebad Zinnowitz auf der Insel Usedom ist um eine Attraktion reicher – das „Fritz Sdunek Memorial“. Die restlos ausverkaufte Box-Gala wurde in der Sporthalle der Sportschule Zinnowitz ausgetragen, die zu Ehren von Fritz Sdunek (†) umbenannt wurde.

Allein die Eröffnungszeremonie war das Kommen wert, bei der Entertainer und Sänger Helle Hamburg widmete der ende 2014 verstorbenen Trainerlegende den „Song for the Coach“. Danach eröffnete Zinnowitz' Bürgermeister Peter Usemann die Veranstaltung. Im Anschluss hielt der zweifache DDR-Meister und Sdunek-Weggefährte Dietmar „Blacky“ Schwarz eine Rede.

Ulli Wegner nahm in der Pause die Boxfans mit auf eine ergreifende Zeitreise und gab dabei sehr persönliche Einsichten in seine gemeinsame Zeit mit „einen der besten Trainer der Welt“. Einen besonderen Dank richtete der Sauerland-Chefcoach an Winfried „Winne“ Spiering (Wiking Box-Team), ohne den „das Fritz Sdunek Memorial nicht zustande gekommen“ wäre. Als dann noch Bürgermeister Usemann ein Banner zu Ehren von Sdunek entrollen ließ, fühlten sich die Besucher wie im Kreis einer großen Familie, die Abschied von einem ihrer Lieben nimmt. Auch die Amateure aus Mecklenburg-Vorpommern nahmen auch an dem Event teil und ehrten damit Trainerlegende Sdunek.

Dimitar Tilev war der erste Profi, der bei dieser Box-Gala durch die Seile kletterte. Der gebürtige Bielefelder und Halbschwergewichtler ist ein neues Gesicht in Erol Ceylans Boxteam (EC Boxpromotion). Gegen Ring-Veteran Mazen Girke machte der Rookie seine Sache gut und gewann einstimmig nach Punkten. Tilev behielt den Überblick, kontrollierte den Kampf und vermied den Anfängerfehler, seinen Opponenten mit allen Mitteln von den Beinen holen zu wollen.

Danach galten die Sympathien der Fans Lokalmatador Dany Witzke aus Stralsund. Der 27-jährige Doppel-EM-Champ im Kickboxen bestritt einen Vierrunder gegen Alexandros Lessmann. In der dritten Runde kassierte der Berliner eine Schlaghand und musste runter, erhole sich aber wieder. Darauf gingen Witzke und Lessmann an ihre Limits. In einem engen Fight siegte der Stralsunder schließlich einstimmig, nicht zuletzt wegen des Niederschlags in der dritten Runde.

Eine wahre Schlacht lieferten sich im Superfedergewicht Serif Guardijeljac (17-4, 7 K.o.) und Tuomo Eronen (20-5, 8 K.o.). Dabei fintierte „Sheka“ Guardijeljac zum Kopf, zog erstklassige Haken zur Leber und zeigte perfekte Haken zum Körper. Doch der Rechtsausleger aus Finnland antwortete mit wütenden Schlaghageln aus der Halbdistanz. Letztlich dominierte Guardijeljac den Kampf und schickte Eronen auf die Verlierer-Straße. Ulli Wegner fand nur lobende Worte für den International-Champ der IBF Guardijeljac. „Sheka hat vielseitig und taktisch klug geboxt, ging schön aus der Linie. Klares Ding!“, meinte die Trainer-Legende.

Das Pech reißt beim Wiking-Boxteam nicht ab: Nachdem Ronny Mittag seinen Kampf gegen Vincent Feigenbutz krankheitsbedingt abgesagen musste, wird nun wohl auch Florian Raab für längere Zeit ausfallen. In seinem Gefecht gegen Jovica Jovanovic verdrehte sich der Mittelgewichtler in der ersten Runde das Knie und konnte nicht weiterboxen.

Fazit: Das „Fritz Sdunek Memorial“ war gewaltig und die Kämpfe erstklassig, sowohl bei den Amateuren als auch bei den Profis.

Die weiteren Ergebnisse: Cruiser: Nikola Milacic (ECB) KO Rd. 3 über Amir Solak (Bosnien-Herzegowina); Halbschwer: Igor Mikhalkin (ECB) KO Rd. 2 über Bernard Donfack (Berlin)

Text: Wolfgang Wycisk

Foto: 

W. Wycisk