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Städtekampf: Düsseldorf besiegt Chemnitz

Eigentlich ist die „Classic Remise“ in Düsseldorf das Mekka der Fans klassischer Automobile. Doch am Samstag machten die Boxer den Oldtimern Konkurrenz.

Das haben die Faustkämpfer Helmut Vorholt zu verdanken. Der 78-Jährige wollte schon immer eine eigene Boxveranstaltung auf die Beine stellen. Gemeinsam mit dem Förderverein Düsseldorfer-Box-Vereine und dem Sportring Garath organisierte der pensionierte Bauingenieur einen Event, der den 600 anwesenden Fans noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Keine 10 Meter neben den Edelkarossen gab es zuerst einen Städtekampf zwischen Düsseldorf und Chemnitz. Danach überließen die Amateure den Profis den Ring. Vorholt und der Förderverein konnten als Hauptkämpfer Timo Rost gewinnen. Es war das erste Mal, dass der Supermittelgewichtler in seiner Heimatstadt Düsseldorf antrat.

2012 trafen die beiden Teams aus Düsseldorf und Chemnitz schon einmal aufeinander. Damals trennte man sich 12:12. Diesmal lief es anders: Die Männer von Teamkapitän Vladimir Eichholz besiegten die Chemnitzer „Wölfe“ von Chefcoach Olaf Leib mit 14:10. Die Sachsen gingen zunächst in Führung. Elham Yusifie bezwang Malek Semmo einstimmig nach Punkten. Leibs Freude währte nur wenige Augenblicke, denn Gerresheims Emil Schneider egalisierte den Vorsprung. Das Chemnitzer Handtuch flog zum Ende der ersten Runde.

Leon Kehl fuhr die nächsten Punkte für die NRW-Landeshauptstadt ein, er dominierte Alexander Ualikhanov klar. Zülfü Polat brachte Chemnitz durch seinen Punktsieg gegen Ferdaus Seddigi wieder in Schlagweite. Doch das war es an Siegen für das Leib-Team. Murat Simsek, Armel Mbumba-Yassa, Hadi Nasef und Soulaiman Karaouh dominierten ihre Gegner und sicherten so den Düsseldorfern einen ungefährdeten Mannschaftssieg.

Profi Timo Rost (6-0-0) bestritt gegen den Essener Tiran Metz (15-3-4) seinen ersten Achtrunder. Rost gewann, allerdings dauerte es zwei Runden, bis er zu seinem Rhythmus fand. Ab der dritten lief es rund. Der Düsseldorfer steigerte sich von Minute zu Minute und gewann das Gefecht nach Punkten. Für den Duisburger Sherif Morina (7-0-0) reichte es gegen Juma Waswa (10-3-1) „nur“ zu einem Unentschieden.

Text: Wolfgang Wycisk

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W. Wycisk