Simon Zachenhuber, hier mit Promoter Wolfgang Fahrer (l.) und Coach Conny Mittermeier (r.), trifft am Samstag in seiner Heimatstadt auf Mbemba Miesi.

Am Samstag steigt in der Erdinger Eissporthalle die 1. Erdinger Boxnacht und in den beiden...

Igor Mikhalkin: Johnson sagt Fight kurzfristig ab

Am  Samstag, den 2. Juli, wollte Igor Mikhalkin (24-3, 11 K.o.) eigentlich wieder auf Titeljagd gehen. In London sollte der russische Halbschwergewichtler von EC Boxpromotion auf den Briten Callum...

Jasmine Ellis und Nick Trachte im Original-Olympia-Boxring von 1972 im Boxwerk München

Die Olympischen Spiele 1972 in München wurden von einem schrecklichen Terroranschlag überschattet. Am 5. September drangen acht Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation Schwarzer...

Nikki Adler und Daniela Roßberger

Nikki Adler ist in der Boxwelt einer der größten deutschen Namen. In den 2010er-Jahren dominierte sie das Supermittelgewicht in insgesamt sechs verschiedenen Verbänden als World Champion und war...

Heute vor 25 Jahren: Der „Ohrbiss“ bei Tyson vs. Holyfield II

Am 28. Juni 1997 treffen die Schwergewichtsstars Evander Holyfield und Mike Tyson zum zweiten Mal aufeinander. Im ersten Kampf am 9. November des Vorjahres hat Holyfield dem früheren Schrecken der...

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News

Stevenson gewinnt „Bruderkrieg“ gegen Herring

Stevenson gewinnt „Bruderkrieg“ gegen Herring
Stevenson gewinnt „Bruderkrieg“ gegen Herring

Die Titelverteidigung von Jamel Herring (23-3, 11 K.o.) am Samstag hatte etwas von einem Familienzwist. Sowohl Herring als auch Herausforderer Shakur Stevenson (17-0, 9 K.o.) trainieren im Team von WBO-Welter-Champ Terence Crawford (37-0, 28 K.o.). Crawford hatte mit Herring vor jedem seiner letzten Fights Sparring gemacht, ist aber auch Stevensons Mentor, seitdem dieser 2017 Profi wurde. „Bud“ saß am Samstag am Ring, war aber eigentlich nicht glücklich mit dem Match. „Er hasst es“, sagte Herring vor dem Fight zu „Boxingscene.com“. „Er hat mich im Camp mehrfach beiseite genommen, seine Meinung gesagt und sich gewünscht, dass wir unterschiedliche Wege gegangen wären. Er versteht, dass es ein Geschäft ist, aber wenn es nach gegangen wäre, sagte er, dann hätte ich gegen Oscar Valdez anstelle von Shakur geboxt.“

Nachdem Stevenson aus dem Feder- ins Superfedergewicht aufgestiegen war, hatte sich allerdings abgezeichnet, dass sich die Wege der Freunde und Trainingskollegen irgendwann im Ring treffen würden. Der 24-jährige Challenger spielte seine Beziehung zu Herring im Vorfeld herunter, behauptete, dass sie keine Freunde seien, dass er „Semper Fi“ eigentlich nicht wirklich kenne.

Im Ring entpuppte sich das Duell als eher einseitige Veranstaltung. Der 35-jährige Titelverteidiger zeigte sein Kämpferherz, kämpfte von der fünften Runde an mit einem Cut über seinem Auge, wurde aber von dem Jüngeren dominiert. Stevenson boxte offensiv, landete mehr und bessere Treffer als sein Gegner. In der zehnten Runde brach Ringrichter Mark Nelson den Kampf ab, nachdem Herring wieder eine Schlagkombination einstecken musste, die durch seine Deckung durchging. Der entthronte Champ zeigte sich im Ring zwar irritiert von der Entscheidung, hatte aber keine Probleme mit dem Ausgang des Kampfes. „Er ist clever und konzentriert“, sagte Herring nach dem Fight. „Seine Augen-Hand-Koordination ist sehr gut. Keine Ausreden. Er war heute Abend einfach der bessere Mann.“

Nicht nur umarmten sich die Boxer noch im Ring und beglückwünschten einander, Stevenson entschuldigte sich für seine Kommentare vor dem Duell. „Ich war nicht sein Freund, weil wir kämpften. Aber jetzt kämpfen wir nicht. Ich liebe Jamel Herring“, sagte der neue WBO-Champ im Superfeder. „Er ist ganz klar mein Freund. Ich habe kein Problem mit Jamel, und sagt seiner Frau, dass es mir leid tut. Ich will keinen Ärger mit ihr. Sie ist tough.“ Jennifer Herring nahm die Entschuldigung an und schrieb dazu auf Twitter: „Glückwunsch an dich. Danke für die Entschuldigung, aber mach den Quatsch nicht nochmal! Sei kein Bad Boy, nur um einen Kampf anzupreisen! Dein Talent wird dich anpreisen! Mach mich stolz und bleib bescheiden! Halt den Gürtel gut fest, mein Lieber.“

Text: Nils Bothmann

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