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„Super-Mario“ verteidigt erfolgreich seinen Titel

Der Korbacher Boxprofi Mario Jassmann (16-0, 8 K.o.), Sohn des früheren deutschen Amateurmeisters Reinhard Jassmann (64) und Neffe von Amateur- und Profi-Champion Manfred Jassmann (66), hat beim Kampftag im nordhessischen Wolfhagen seinen deutschen Meistertitel im Mittelgewicht erfolgreich verteidigt.

Schon beim Einzug des Titelverteidigers gab Standing Ovations für „Super-Mario“. Mit dem erfahrenen Georgier Paata Varduashvili (34-16-2, 27 K.o.) bekam der bei den Stadtwerken Wolfhagen angestellte Jassmann einen Routinier vor die Fäuste, der nicht leicht zu boxen war. Der Kampf in den ersten Runden war ausgeglichen.

Ab Runde drei befreite sich der Titelverteidiger und riss seine Fans von den Sitzen. Mit präzisen Körpertreffern zermürbte er den Georgier, der erstmals in der fünften Runde angezählt wurde, weitere Treffer kassierte und – nachdem er in der sechsten gleich zwei Mal angezählt worden war – aufgab. Papa Reinhard stürmte in den Ring und gratulierte voller Stolz seinem Sohn. „Ich bin total zufrieden und glücklich“, so Mario Jassmann nach dem Sieg, „meine Taktik ist voll aufgegangen.“

Auch Enrico Schütze, Promoter des Veranstalters PSP-Boxing, war zufrieden: „Die Stimmung im Saal war hervorragend und wir haben viele tolle Duelle gesehen.“ Auch die Größe der Wolfhager Stadthalle sagt ihm zu. „Die ganze Veranstaltung wird viel persönlicher, wenn man sie in einer kleineren Halle ausrichtet.“

Davon profitierte auch das Duell der beiden Federgewichtlerinnen Anja Jankovic aus Bosnien-Herzegowina und der Französin Marina Sakharov, das letztere nach vier Runden für sich entscheiden konnte. Der Gudensberger Özcan Cetinkaya machte im Schwergewicht als zweiter Lokalmatador mit Haris Radmilovic kurzen Prozess. Nach einem Leberhaken in der zweiten Runde war alles klar.

Mario Jassmann, der kürzlich bei Sport1 im TV als Experte am Boxring saß, soll schon im November wieder boxen. Nun träumt er davon, dass möglichst bald einer seiner Kämpfe einmal live im TV übertragen wird.

Text: Werner Rabe

Foto: 

privat