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Tyron Zeuge: „Ekpo ist ein ekliger Boxer“

Nach dem ersten Kampf gegen Isaac Ekpo (32-3-0, 25 K.o.) am 25. März 2017 in Potsdam war WBA-Weltmeister Tyron Zeuge (21-0-1, 11 K.o.) höchst unzufrieden. Zwar behielt der Berliner durch verletzungsbedingten Abbruch seinen Titel, doch bei Zeuge blieb durch den „Ringkampf“ ein fader Beigeschmack. Am 24. März möchte der 25-Jährige in Hamburg daher einen klaren Sieg gegen den Nigerianer einfahren. Warum ihm dies so wichtig ist, erklärt uns Tyron Zeuge im folgenden Interview.

Tyron Zeuge, nach dem ersten Kampf gegen Isaac Ekpo waren Sie sehr gefrustet. Warum konnten Sie sich über Ihre erste Titelverteidigung nicht so recht freuen?

Ich habe mit dem Boxen angefangen, weil ich den Sport liebe. Boxen ist anspruchsvoll, geprägt von Technik, Taktik, Bewegungsabläufen und präzisen Schlägen – alles muss und sollte in einem guten Boxkampf zusammenpassen. Leider war das an dem besagten Abend nicht der Fall, weil Ekpo derart unsauber und unfair war, dass die Zuschauer keinen richtigen Boxkampf zu sehen bekamen. So möchte ich nicht boxen und auch nicht gewinnen. Das hat mich sehr geärgert – und deshalb freue ich mich jetzt auch auf den Rückkampf in Hamburg.

Ist dieses Rematch deshalb besonders wichtig für Sie?

Ja mit Ausrufezeichen! Ich möchte natürlich Weltmeister bleiben, aber vor allen Dingen den Boxfans und auch mir beweisen, dass ich mit einem Boxer wie Ekpo einfach besser umgehen kann.

Welche Lehren ziehen Sie aus dem ersten Kampf?

Es war, wie schon erwähnt, ein sehr unfairer und unsauberer Kampf. Ekpo ist ein sehr ekliger Boxer. Ich gehen davon aus, dass er wieder versuchen wird, den Kampf so zu führen. Daraus habe ich meine Lehren gezogen.

Wie wollen Sie Ihn bezwingen?

Ich muss Ruhe bewahren und das Trainierte umsetzen.

Womit wir bei der Vorbereitung wären. Wie lief das Training?

Sehr gut. Ich habe noch mehr Spaß am Boxen als früher. Die Zusammenarbeit mit Jürgen Brähmer passt einfach. Dadurch, dass Jürgen selber noch aktiver Profisportler ist, kann er sich einfach besser in Athleten wie mich hineinversetzen.

Was war neu in der Vorbereitung?

Unter anderem habe ich vor der eigentlichen Vorbereitung einige Hausaufgaben (einen speziellen Trainingsplan; d.Red.), von Jürgen bekommen, die ich auch planmäßig umgesetzt habe. Das hat mir enorm geholfen. Ich bin in guter Verfassung ins Training eingestiegen.

Die Grippewelle hat unter anderem ihren Trainer Jürgen Brähmer und Ihren Teamkollegen Araik Marutjan zwischenzeitlich erwischt. Wie haben Sie sich geschützt?

Alltägliche Dinge, wie größere Menschenmengen meiden, Hände gründlich reinigen – aber die wichtigste Maßnahme bestand darin, nach Kienbaum zu gehen. Im Bundesleistungszentrum waren wir in den letzten Wochen unter uns und hatten zudem beste Trainingsbedingungen.

Letzte Frage, Ernährung? Sie lieben bekanntlich Currywurst. Wann haben Sie zuletzt eine gegessen?

Das ist schon so lange her, dass ich mich daran gar nicht mehr erinnern kann. (lacht)

Foto: 

Imago/Jan Huebner