DBV-Präsident Erich Dreke spricht beim Cologne Boxing World Cup 2021

Anfang August hatte die ehemalige Athletensprecherin Sarah Scheurich einen offenen Brief an zahlreiche Medienvertreter geschickt, in dem sie schwere Vorwürfe gegen den Deutschen Boxsport-...

Otto Wallin will Dillian Whyte den Status als WBC-Interim-Champ streitig machen

Da sich WBC-Weltmeister Tyson Fury (30-0-1, 21 K.o.) und Deontay Wilder (42-1-1, 41 K.o.) am 9. Oktober zum dritten Mal duellieren (...

Ruhestand vorbei: Artur Mann boxt gegen Mairis Briedis

Eigentlich hatte Cruisergewichtler Artur Mann (17-1, 9 K.o.) letztes Jahr seinen Ruhestand verkündet (BOXSPORT...

Artem Harutyunyan boxt am 25. September gegen Samuel Molina

Universums ungeschlagener Lokalmatador und Olympia-Bronzemedaillengewinner, Artem Harutyunyan (31), wird am 25. September gegen Spaniens WM-Hoffnungsträger, Samuel Molina (22), im Hamburger...

Alexander Krassyuk: Usyk ist wie Muhammad Ali

Alexander Krassyuk ist der Promoter von Oleksandr Usyk (18-0, 13 K.o.). Usyk, ehemaliger Undisputed Champ im Cruisergewicht, stieg ins Schwergewicht auf, besiegte dort 2019 Chazz Witherspoon...

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Ugas schafft Upset-Sieg gegen Pacquiao

Ugas schafft Upset-Sieg gegen Pacquiao
Ugas schafft Upset-Sieg gegen Pacquiao

Manny Pacquiao (62-8-2, 39 K.o.) ging als 4-zu-1-Favorit in den Kampf gegen Yordenis Ugas (27-4, 12 K.o.) am Samstag. Der Kubaner war kurzfristig als Ersatzgegner eingesprungen, als Pacquiaos ursprünglich geplanter Gegner Errol Spence jr. (27-0, 21 K.o.) wegen einer Verletzung der Netzhaut ausfiel (BOXSPORT berichtete). Ugas war zu Pacquiaos Nachfolger als WBA-Super-Champ im Welter ernannt worden, nachdem der Verband „Pac-Man“ den Titel wegen Inaktivität aberkannt hatte.

Ugas war zwar der jüngere und der größere Boxer, vor allem machte aber der Stil den Unterschied. Trotz seiner Reichweitenvorteile boxte der Kubaner vor allem hinter einer stabilen Doppeldeckung, während Pacquiao immer wieder die Distanz überbrückte und mit Kombinationen auf den 35-Jährigen einschlug. Mit starker Deckungsarbeit konnte Ugas jedoch oft verhindern, dass die Schläge des „Pac-Man“ ihr Ziel fanden und setzte immer wieder saubere Konter, wenn sich sein Gegner in der Distanz befand. So hatte Pacquiao laut CompuBox-Statistik zwar doppelt so viele Hiebe wie Ugas geschlagen (815:405), aber weniger ins Ziel gebracht (Pacquiao: 130 = 16%; Ugas: 151 = 37,3%). Bei den Power Punches kam der Kubaner sogar auf eine starke Trefferrate von 59,1%. Am Ende dieses actionreichen Fights werteten dann alle Punktrichter zugunsten von Ugas: Zwei Mal 116:112 und ein Mal 115:113.

Der strahlende Sieger will sich nun IBF- und WBC-Weltmeister Spence jr. zuwenden. „Er ist der nächste auf meiner Liste, gegen den ich kämpfen. Aber vor allem bete ich darum, dass er sich gut erholt“, sagte Ugas nach dem Kampf. Er würde auch Pacquiao ein Rematch gewähren, aber die lebende Legende überlegt, ob sie nochmal in den Ring zurückkehrt. Er könnte nächsten Monat auch ankündigen als Präsidentschaftskandidat für die Wahl in seiner philippinischen Heimat 2022 zu kandidieren. Andrerseits ist der Boxer, der in seiner Heimat bereits Senator ist, sicher, dass er den Fight gewonnen hätte, hätte ihn seine Beine nicht im Stich gelassen. „Ich sage das nicht als Ausrede, aber von der zweiten Runde an verkrampften meine Beine. Deshalb konnte ich nicht so gut herumtänzeln. In meinen jüngeren hätte ich mich einfacher bewegen und ihn ausboxen können“, erklärte er.

Text: Nils Bothmann

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