Hearn und de la Hoya zoffen sich wegen Canelo-Fight

Am 7. Mai erlebte Pound-for-Pound-Star Saul „Canelo“ Alvarez (57-2-2, 39 K.o.) eine böse Überraschung, als er bei seinem zweiten Ausflug ins Halbschwer beim Fight gegen Dmitry Bivol (20-0, 11 K.o...

Die Jugendboxer im DBS-Boxring

Im Anschluss an die Einmarschmusik von Strauß „Also sprach Zarathustra“ sahen knapp 200 Teilnehmer und Zuschauer (Frauen und Schüler hatten freien Eintritt) Anfang Mai in der Tremonia-Turnhalle am...

Pflichtherausforderer-Chaos: Josh Taylor verliert Gürtel

Mit einem kontrovers diskutierten Split-Decision-Sieg über Jack Catterall (26-1, 13 K.o.) hatte sich Josh Taylor (19-0, 13 K.o.) als Undisputed Champion im Halbwelter behauptet (...

Amir Khan geht in den Ruhestand

Kürzlich hatte Kell Brook (40-3, 28 K.o.) seinen Ruhestand verkündet (BOXSPORT berichtete), wenige Tage später zog...

Heute vor 20 Jahren: Gatti vs. Ward I

Als Arturo Gatti (40-9, 31 K.o.) und Micky Ward (38-13, 27 K.o.) am 18. Mai 2002 aufeinandertrafen, konnte im Vorfeld kaum jemand ahnen, was aus diesem Kampf entstehen würde. Gatti suchte nach...

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News

Ulli Wegner wird 80

Ulli Wegner wird 80
Ulli Wegner wird 80

Kaum ein Trainer hat die deutsche Box-Szene so geprägt wie Ulli Wegner. Heute wird der Kult-Coach 80 Jahre alt. Er wurde am 26. April 1942 in Stettin geboren, begeisterte sich als Junge für Fußball und wollte eigentlich auch in einer Amateurmannschaft kicken, wurde dann jedoch von einer Rostocker Boxtrainer fürs Faustfechten angeworben. Zwischen 1963 und 1971 bestritt er 176 Amateurkämpfe, außerdem studierte er als Sportlehrer und fand nach Ende seiner aktiven Karriere als Amateurboxer seine wahre Berufung: Er wurde Boxtrainer.

Wegner begann seine Karriere als Assistenztrainer beim BSG Wismut Gera, stieg dort später zum Cheftrainer auf. Von 1979 bis 1990 trainierte er beim Berliner TSC, nach der Wende war er kurzzeitig arbeitslos. 1991 wurde er Bundestrainer beim DABV, dem Vorgänger des heutigen DBV, führte in dieser Funktion Sven Ottke zur Europameisterschaft und Torsten May zu Olympiagold 1992. Nach den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta wechselte Wegner ins Profifach.

Er wurde Coach bei Sauerland, holte unter anderem seine früheren Amateurschützling Sven Ottke und Markus Beyer dort ins Profilager. Unter seiner Führung wurden sie zu Weltmeistern – zwei der Boxer und Boxerinnen, die Wegner zu diesen Ehren brachte. Auch Arthur Abraham, Cecilia Braekhus, Marco Huck und Yoan Pablo Hernandez konnten sich dank seines Trainings WM-Gürtel umbinden. Die Partnerschaft mit dem deutschen Traditionsstall hielt bis Ende 2019, als Wegner gekündigt wurde.

Danach trat der Trainer kürzer, bereitete unter anderem Kubrat Pulev auf dessen WM-Chance gegen Anthony Joshua vor, erlitt aber auch zwei Oberschenkelhalsbrüche – den zweiten am Neujahrstag 2022. Der Coach, der bei der BOXSPORT-Wahl 17 Mal „Trainer des Jahres“ und außerdem „Trainer des Jahrzehnts 2010-2019“ wurde, will allerdings auch kürzer treten, um mehr Zeit mit seiner Frau Margret zu verbringen, mit der er seit 1985 verheiratet ist. Zu seinen Schützlingen hat der Box-Guru immer noch ein ganz besonderes Verhältnis. „Er ist für mich mehr als nur Trainer. Er ist eine Vaterfigur“, verriet Ottke der „Bild“-Zeitung anlässlich von Wegners Rundem. Doch nicht nur der unbesiegte Ex-Champ, auch BOXSPORT und die gesammelte Box-Welt gratulieren Wegner heute ganz herzlich zum 80. Geburtstag.

In den kommenden BOXSPORT-Ausgabe 05/22 feiern wir das Jubiläum mit einem großen Special.

Text: Nils Bothmann

Foto: 

IMAGO / Ed Gar