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Am 28. trifft der Ex-WBA-World-Champ und amtierende WBO-International-Meister Jack Culcay (28-4, 13 K.o.) auf Abass Baraou (9-0, 6 K.o.), den WBC-International-Champ aus dem Team Sauerland. Und...

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„League of Legends“ ist einer der großen Moneymaker des E-Sports, in dem junge Spieler in Teams für ein junges Publikum gegeneinander antreten. Mike Tyson (50-6, 44 K.o.) könnte das populäre Game...

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Ulli Wegner: Culcay vs. Baraou würde Boxen in Deutschland weiterbringen

Ulli Wegner: Culcay vs. Baraou würde Boxen in Deutschland weiterbringen
Ulli Wegner: Culcay vs. Baraou würde Boxen in Deutschland weiterbringen

Kaum hatte Jack Culcay (28-4, 13 K.o.) seinen WBO-International-Titel gegen den Franzosen Howard Cospolite verteidigt, da juckte es schon wieder in den Fäusten. Der Mittelgewichtler aus dem Berliner Agon-Boxstall wünscht sich ein Duell mit Abass Baraou (9-0, 6 K.o.). „Ich möchte wissen, ob er tatsächlich so gut ist, wie behauptet wird,“ begründet „Golden Jack“ seine Wahl. Einer, der diese Frage ganz sicher beantworten kann, ist Ulli Wegner. Der 78 Jahre alte Kulttrainer stand bei beiden Boxern in der Ecke.

War die Kampfansage von Culcay ein PR-Gag oder glauben Sie, dass das Match tatsächlich stattfinden wird?

Ich glaube nicht, dass Jack über die Presse taktiert. So wie ich Jack kenne, war das ernst gemeint. Das wäre auch eine sehr interessante Ansetzung und würde das Boxen in Deutschland weiterbringen. Beide sind talentierte und fleißige Sportler. Es wäre ein Kampf zweier ebenbürtiger Athleten. Sie müssten die Sache clever angehen und bräuchten die richtige Vorbereitung. Ganz wichtig, beide müssten gut geführt werden.

Glauben Sie, dass das Gefecht kommen wird?

Das kann ich mir gut vorstellen. Sauerland ist da bestimmt nicht abgeneigt. Aber wie so vieles ist es auch eine Geldfrage.

Wer wäre für Sie der Favorit?

Konditionell und technisch ist Jack besser aufgestellt. Bei der strategischen Kampfführung und Schlagstärke hat Abass leichte Vorteile. Ansonsten halte ich mich lieber bedeckt und überlasse deren Trainern die Vorbereitung. Beide sind sehr fleißige und talentierte Boxer, die viel Potenzial haben. Es wäre ein interessanter Kampf, den man sich gut anschauen kann. Ich bin mir sicher, dass das Gefecht zwischen diesen beiden Ausnahmetalenten auch weltweite Beachtung finden würde. Für Culcay wäre der Kampf mit einem Risiko verbunden. Er kann viel verlieren und wenig gewinnen. Ich würde gerne wissen, was ihn antreibt und wie ihn der Kampf in seiner Karriere weiterbringen wird.

Sie haben Culcay zum Weltmeister gemacht und Baraou an den WBC-International-Titel herangeführt. Können Sie sich vorstellen, Baraou für diesen Kampf vorzubereiten?

Es wäre eine sehr reizvolle Aufgabe, an die man geschickt und überlegt rangehen muss. Ich schätze Abass Baraou wirklich sehr und stehe mit ihm auch noch in Verbindung. Jedoch stellt sich mir diese Frage im Moment überhaupt nicht. Weder für Abass noch für Jack. Außerdem befinde ich mich noch im Rechtsstreit mit Sauerland.

Wann werden wir Sie im Ring wiedersehen?

Ich habe noch eine Menge Lust und Freude am Trainerdasein und will unbedingt noch ein paar Jahre weitermachen. Ich werde mich weiterhin mit Kubrat Pulev und seiner Vorbereitung auf den WM-Titel beschäftigen. Er ist ein wirklich intelligenter Bursche. Das Schöne ist, dass er die Zusammenarbeit schätzt. Aber erst einmal muss ich wieder gesund werden.

Sie wurden zum zweiten Mal an der Hüfte operiert. Wie geht es Ihnen?

Die OP ist gut verlaufen und ich fühle mich auch wieder fit. Ich bin zwar noch im Krankenhaus, werde aber demnächst für einige Zeit in Reha gehen.

Interview: Nathalie Donna

Foto: 

imago images / Eibner