Hearn und de la Hoya zoffen sich wegen Canelo-Fight

Am 7. Mai erlebte Pound-for-Pound-Star Saul „Canelo“ Alvarez (57-2-2, 39 K.o.) eine böse Überraschung, als er bei seinem zweiten Ausflug ins Halbschwer beim Fight gegen Dmitry Bivol (20-0, 11 K.o...

Die Jugendboxer im DBS-Boxring

Im Anschluss an die Einmarschmusik von Strauß „Also sprach Zarathustra“ sahen knapp 200 Teilnehmer und Zuschauer (Frauen und Schüler hatten freien Eintritt) Anfang Mai in der Tremonia-Turnhalle am...

Pflichtherausforderer-Chaos: Josh Taylor verliert Gürtel

Mit einem kontrovers diskutierten Split-Decision-Sieg über Jack Catterall (26-1, 13 K.o.) hatte sich Josh Taylor (19-0, 13 K.o.) als Undisputed Champion im Halbwelter behauptet (...

Amir Khan geht in den Ruhestand

Kürzlich hatte Kell Brook (40-3, 28 K.o.) seinen Ruhestand verkündet (BOXSPORT berichtete), wenige Tage später zog...

Heute vor 20 Jahren: Gatti vs. Ward I

Als Arturo Gatti (40-9, 31 K.o.) und Micky Ward (38-13, 27 K.o.) am 18. Mai 2002 aufeinandertrafen, konnte im Vorfeld kaum jemand ahnen, was aus diesem Kampf entstehen würde. Gatti suchte nach...

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News

Ulli Wegner ist „Trainer des Jahrzehnts“

Ulli Wegner ist „Trainer des Jahrzehnts“
Ulli Wegner ist „Trainer des Jahrzehnts“

Ulli Wegner wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Als Seriensieger der vergangenen Wahlen zum „Trainer des Jahres“ führte auch bei der Wahl zum gesamten Jahrzehnt kein Weg am Kult-Coach vorbei. Dafür waren die weiteren Plätze hart umkämpft.

Marco Huck, Arthur Abraham, Yoan Pablo Hernandez und Cecilia Braekhus – gleich vier Weltmeisterinnen und Weltmeister betreute Ulli Wegner im vergangenen Jahrzehnt. Mit Huck und Hernandez dominierte der 78-Jährige zwischen 2010 und 2014 das Cruisergewicht. Arthur Abraham führte er nach Rückschlägen im Super-Six-Turnier wieder zu einem WM-Titel im Supermittelgewicht und Cecilia Braekhus feierte unter der Leitung der Trainerlegende mehrere WM-Titelverteidigungen im Weltergewicht.

Mit Kubrat Pulev und Marco Huck blieb dem gebürtigen Stettiner zwar der Traum von einem WM-Gewinn im Schwergewicht verwehrt, dafür widmete sich Wegner aber auch dem Aufbau von Jungprofis wie Abass Baraou und Leon Bunn, die mit ihm erste Erfolge feiern konnten. Umso bitterer war für den Kult-Trainer die Entlassung aus dem Sauerland-Stall zum 31. Dezember 2019, für den er mehr als 20 Jahre Welt- und Europameister formte. Doch auf die Treue seiner Fans konnte sich Wegner immer verlassen. Mit 135 Leserpunkten dominierte er die Wahl trotz starker Konkurrenz. Auch die Jury zeigte sich fast einig. Wegner erhielt hier sechs Stimmen, sodass er die Konkurrenz mit insgesamt 399 Punkten klar auf die Plätze verweist.

Spannender Vierkampf

Auf den Plätzen zwei bis fünf entbrannte dafür ein umso härterer Kampf. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur einem Leserpunkt auf Michael Timm geht US-Trainerlegende Freddie Roach als Sieger aus dem Vierkampf hervor. Roach feierte im vergangenen Jahrzehnt nicht nur herausragende Erfolge mit Manny Pacquiao, sondern sorgte unter anderem auch für die Wiedererfindung von Miguel Cotto, den er zum WM-Titel im Mittelgewicht führte. Von der US-Boxpresse wurde er 2010, 2013 und 2014 als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Und offensichtlich hat er auch in Deutschland einige Fans, sodass sich der 60-Jährige die „Silbermedaille“ bei der BOXSPORT-Wahl verdient hat.

Mit nur einem Punkt weniger landet DBV-Coach Michael Timm auf Rang drei. Zunächst als Profitrainer und Chefcoach von Universum Box-Promotion in das Jahrzehnt gestartet, sorgte Timm später vor allem als Übungsleiter am Olympiastützpunkt in Schwerin für große Erfolge im deutschen Boxen. Mit Artem Harutyunyan holte er 2016 die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen und Ornella Wahner führte „Timmi“ 2019 zur AIBA-Weltmeisterschaft.

Vier Goldmedaillen

Knapp dahinter platziert sich der 2014 verstorbene Fritz Sdunek. Der langjährige Universum-Coach verließ den Stall zwar 2010, doch Sdunek betreute mit Vitali Klitschko und Felix Sturm weiterhin zwei Weltklasse-Athleten. Mit Klitschko feierte Sdunek zwischen 2010 und 2012 sechs erfolgreiche Titelverteidigungen des WBC-WM-Titels im Schwergewicht. Sturm wurde bis Mai 2014 von Sdunek trainiert und gewann in der Zeit fünf WM-Fights.

Auf Platz fünf folgt mit Robert McCracken erneut ein internationaler Coach. Der Brite ist vor allem als Trainer von Anthony Joshua bekannt, den er zu drei WM-Titeln im Schwergewicht führte. Doch McCracken ist auch Nationaltrainer in Großbritannien und einer der Hauptverantwortlichen für den großen Erfolg der britischen Athleten im olympischen Boxen. Bei den Olympischen Spielen 2012 und 2016 gewannen die Briten mit McCracken als Chefcoach insgesamt vier Goldmedaillen. Diese beeindruckende Statistik wurde mit 44 Wahlpunkten belohn

Text: Benjamin Stroka

Dieser Text und alle weiteren Ergebnisse zur Wahl „Boxer des Jahrzehnts“ finden sich in Ausgabe 02/21.

Foto: 

IMAGO / Nordphoto