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Wiking-Team arbeitet an der Zukunft

„Ein Fest der Freunde!“ – treffender hätte man das Motto des Wiking Weihnachtsboxen nicht wählen können. Über 300 Fans feierten gemeinsam mit Winfried Spiering und seinem Wiking Box-Team zwei Tage vor Heiligabend ihren traditionellen Jahresabschluss und ließen es sich bei Spanferkel, Pun(s)ch und tollen Amateur- und Profisport richtig gut gehen.

Neben zahlreichen Ehrengästen und Box-Größen war auch Ulli Wegner nach Wolgast gekommen. Dort nahm der Sauerland-Chefcoach unter anderem Araik Marutjan in Augenschein, der für einen Sechsrunder in den Ring klettern sollte. Der Schweriner Mittelgewichtler wechselte erst kürzlich in Wegners Trainingsgruppe nach Berlin.

Erstmalig wurde das Wiking-Weihnachtsboxen in Wolgast und nicht – wie sonst üblich – in Berlin veranstaltet. Es gab nicht nur Profiboxen zu sehen, sondern auch Amateursport. Vor drei Monaten gründete Spiering in Wolgast das „Winner Wiking Box-Team OVP“. Mit dem Amateurclub möchte er dem Boxsport in der Region frische Impulse geben.

Was die Nachwuchs-Wikinger in weniger als drei Monaten gelernt haben, dass zeigten sie in Sparringskämpfen gegen Phoenix Stralsund, FSV Bentwitsch und GFC Rostock. Wegner jedenfalls war voll des Lobes für alle Kämpfer sowie deren Leistungen: „Top! Darauf kann man in Pommern aufbauen.“

Nach den Amateuren übernahmen die Profis den Ring. Araik Marutjan legte mit einem Leberhaken den Ungarn Istvan Szucs nach nur 114 Sekunden flach. Der Kult-Trainer bekam somit von seinem Neuen nicht viel zu sehen.

Halbschwergewichtler Aleksandr Tojic (Bosnien-Herzegowina) versuchte, den Berliner Feuerwehrmann Matheusz Seyfo Okbi mit wuchtigen Angriffen zu überfallen. Die Strategie ging nicht auf. Im Gegenteil, Matheusz konterte seinen Kontrahenten mit einer mörderischen Schlaghand ab. Nach 2:06 Minuten der zweiten Runde war Schluss.

Mit dem rechten Kopfhaken, den der Tscheche Rene Molik als Konterwaffe einsetzte, kam Mike Jäde anfangs nicht zurecht. Doch schon im zweiten Durchgang lief es rund für den Berliner. Ende der dritten Runde überdehnte sich Molik das Ellenbogengelenk. Er gab den Kampf in der Pause auf.

Einen tollen Einstand für das Jahr 2019 gab es vom Wikinger Sven Elbir zu sehen. Kraftvoll boxte er nach vorn und zerhackte Adnan Zilic mit dem rechten Aufwärtshaken. Ein Mal schickte er den Mann aus Bosnien-Herzegowina in der ersten Runde runter, zwei Mal in der zweiten. In der dritten Runde schoss Elbir seinen Gegner weg und siegte duch T.K.o. „Mit seiner Leistung hat sich Sven definitiv für ein Rematch gegen Patrick Wojcicki empfohlen“, sagte Winne Spiering. „Andererseits wäre nach den gezeigten Leistungen von Marutjan und Elbir ein Fight zwischen den beiden sehens- und wünschenswert.“

Überhaupt will das Wiking Box-Team 2019 angreifen. So hat zum Beispiel Ronny Mittag noch eine Rechnung mit Denis Radovan offen: Die beiden lieferten sich Anfang Dezember eine heiße Ring-Schlacht in Gummersbach, die unentschieden gewertet wurde. Darüber hinaus werden die Wikinger neue Boxer in ihr Team aufnehmen. Laut Spiering sei man mit drei Kubanern im Gespräch.

William Scull (10-0, 5 K.o.), der demnächst um die Südamerika-Meisterschaft boxen wird, ist einer von ihnen und gehört so gut wie zum Team. Die Wikinger holten den 26-jährigen Halbschwergewichtler bereits für einige „Tryouts“ nach Berlin. Doch von den drei geplanten Kämpfen kam nur einer zustande. Mögliche Gegner sagten reihenweise ab.

Text: Wolfgang Wycisk

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Wolfgang Wycisk