Gewinnspiel „Big Rumble Boxing: Creed Champions“

Auf der Playstation 4, Nintendo Switch und der Xbox One können Spieler nun auch durch den Ring wirbeln wie Rocky Balboa, Ivan Drago oder Adonis Creed. In „Big Rumble Boxing: Creed Champions“ von...

Trotz Holyfield-K.o.: Bald de la Hoya vs. Belfort?

Ursprünglich wollte Ringlegende Oscar de la Hoya sein Comeback am 11. September gegen Ex-MMA-Champ boxen, fiel aber wegen einer Covid-Erkrankung aus. Mit Evander Holyfield sprang ein weiterer Hall...

Bernd Bönte über AJ vs. Usyk: „Duell auf allerhöchstem Niveau“

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Anthony Joshua: Karrierelanger Vertrag bei Matchroom

Am Samstag treffen Dreifach-Champion Anthony Joshua (24-1, 22 K.o.) und WBO-Pflichtherausforderer Oleksandr Usyk (18-0, 13 K.o.) in einem heiß erwarteten Fight aufeinander (...

Interview mit Regisseurin Antje Drinnenberg zu „Lionhearted“

Heute, am 23. September, läuft die Dokumentation „Lionhearted – Aus der Deckung“ an, die von der Reise der Boxer von 1860 München...

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News

Wilder gewinnt Schiedsverfahren: Dritter Fury-Fight?

Wilder gewinnt Schiedsverfahren: Dritter Fury-Fight?
Wilder gewinnt Schiedsverfahren: Dritter Fury-Fight?

Gerade noch hatte auch WBC-Champ Tyson Fury (30-0-1, 21 K.o.) nach einer langen Phase des Zweifelns bei Twitter und Instagram bestätigt, dass der Showdown zwischen ihm und Dreifach-Weltmeister Anthony Joshua (24-1, 22 K.o.) am 14. August steigen würde. Doch nun ist der Fight um den Rang als Undisputed Champion im Schwergewicht schon wieder in Gefahr: Ex-WBC-Weltmeister Deontay Wilder (42-1-1, 41 K.o.) gewann das Schiedsverfahren gegen den „Gypsy King“. Der Mediator und pensionierte Richter Daniel Weinstein entschied gegen eine finanzielle Kompensation des entthronten Weltmeisters und für eine Chance auf einen dritten Fight gegen den amtierenden WBC-Champ bis 15. September. Furys Team hatte argumentiert, dass die Rückkampfklausel abgelaufen sei. Außerdem wollte der Brite nach eigener Aussage nie wieder gegen Wilder kämpfen, nachdem dieser ihn des Betrugs bezichtigte (BOXSPORT berichtete).

Der Sieg im Schiedsverfahren ist nicht gleichwertig mit einem Richterspruch in einem offiziellen Gerichtsverfahren, dürfte aber den Ausschlag geben, sollte es zu einem solchen kommen. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten für Fury und sein Team. Der „Gypsy King“ könnte den Gürtel niederlegen und ohne ihn gegen AJ antreten, ohne den größten Zahltag seiner Karriere zu gefährden. Dann gäbe es allerdings auch diesen Sommer keinen Undisputed Champ in der Königsklasse. Fury könnte Wilder auch eine saftige Entschädigung dafür zahlen, dass er noch länger auf ihren dritten Fight wartet, was seine Einnahmen aus dem Joshua-Kampf merklich schmälern würde. Allerdings ließ Fury-Co-Promoter Bob Arum gegenüber ESPN verlauten, dass man dies nicht vorhabe: „Wir werden Wilder nicht dafür bezahlen, dass er beiseite tritt. Es ist besser, wenn wir ihn loswerden und dann unseren Geschäften nachgehe können. Wir können den Fury-Joshua-Fight dann im Dezember machen.“

Gleichzeitig sagte der Top-Rank-Boss gegenüber Chris Mannix, dass er hoffe, dass man mit Wilder verhandeln könne, dass Fury vs. Joshua wie geplant im August stattfindet und Wilder dann im Winter gegen den Gewinner antritt. Eventuell wäre dies ohne große Entschädigungszahlungen möglich, da Wilder damit die Chance auf den Rang als Undisputed Champion noch in diesem Jahr bekäme. Dies wiederum würde bedeuten, dass der vertraglich vereinbarte Rückkampf zwischen Joshua und Fury weiter in die Zukunft rücken würde. Sollte sich der „Gypsy King“ dazu entscheiden, den dritten Kampf gegen Wilder vorzuziehen, könnte sich allerdings auch die WBO regen und darauf pochen, dass Joshua als amtierender Champ des Verbandes in der Zwischenzeit gegen Pflichtherausforderer Oleksandr Usyk (18-0, 13 K.o.) antritt. Es bleibt spannend, für welche Lösung sich die Beteiligten am Ende entscheiden.

Text: Nils Bothmann

Foto: 

IMAGO / ZUMA Wire