Alexander Povetkin geht in den Ruhestand

Alexander Povetkin (36-3-1, 25 K.o.), Olympia-Gold-Gewinner von 2004 und früherer WBA-Weltmeister im Schwergewicht, beendet seine aktive Karriere. Bei einer Presskonferenz in St. Petersburg am...

Spence jr.: Schicke Pacquiao per K.o. in den Ruhestand

Am 21. August werden Ringlegende Manny Pacquiao (62-7-2, 39 K.o.) und Doppel-Weltmeister Errol Spence jr. (27-0, 21 K.o.) für ein Top-Duell im Weltergewicht gegeneinander antreten (...

Deontay Wilder wiederholt Handschuh-Anschuldigungen

Ex-WBC-Champ Deontay Wilder (42-1-1, 41 K.o.) steht vor seinem dritten Fight gegen Tyson Fury (30-0-1, 21 K.o.). Letztes Jahr hatte der ehemalige Weltmeister wilde Verschwörungstheorien verbreitet...

Kirkland Laing stirbt mit 66

Sein Kampfname war „The Gifted One“, der Begabte. Sein Talent zeigte Kirkland Laing (43-12-1, 24 K.o.) vor allem bei seinem legendären Upset-Sieg gegen Roberto Duran am 4. September 1982, als er...

Billy Joe Saunders: Demnächst Ruhestand?

Gegen Saul „Canelo“ Alvarez (56-1-2, 38 K.o.) musste Billy Joe Saunders (30-1, 14 K.o.) jüngst nicht nur die erste Niederlage seiner Profikarriere hinnehmen und den WBO-Gürtel im...

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Wilder gewinnt Schiedsverfahren: Dritter Fury-Fight?

Wilder gewinnt Schiedsverfahren: Dritter Fury-Fight?
Wilder gewinnt Schiedsverfahren: Dritter Fury-Fight?

Gerade noch hatte auch WBC-Champ Tyson Fury (30-0-1, 21 K.o.) nach einer langen Phase des Zweifelns bei Twitter und Instagram bestätigt, dass der Showdown zwischen ihm und Dreifach-Weltmeister Anthony Joshua (24-1, 22 K.o.) am 14. August steigen würde. Doch nun ist der Fight um den Rang als Undisputed Champion im Schwergewicht schon wieder in Gefahr: Ex-WBC-Weltmeister Deontay Wilder (42-1-1, 41 K.o.) gewann das Schiedsverfahren gegen den „Gypsy King“. Der Mediator und pensionierte Richter Daniel Weinstein entschied gegen eine finanzielle Kompensation des entthronten Weltmeisters und für eine Chance auf einen dritten Fight gegen den amtierenden WBC-Champ bis 15. September. Furys Team hatte argumentiert, dass die Rückkampfklausel abgelaufen sei. Außerdem wollte der Brite nach eigener Aussage nie wieder gegen Wilder kämpfen, nachdem dieser ihn des Betrugs bezichtigte (BOXSPORT berichtete).

Der Sieg im Schiedsverfahren ist nicht gleichwertig mit einem Richterspruch in einem offiziellen Gerichtsverfahren, dürfte aber den Ausschlag geben, sollte es zu einem solchen kommen. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten für Fury und sein Team. Der „Gypsy King“ könnte den Gürtel niederlegen und ohne ihn gegen AJ antreten, ohne den größten Zahltag seiner Karriere zu gefährden. Dann gäbe es allerdings auch diesen Sommer keinen Undisputed Champ in der Königsklasse. Fury könnte Wilder auch eine saftige Entschädigung dafür zahlen, dass er noch länger auf ihren dritten Fight wartet, was seine Einnahmen aus dem Joshua-Kampf merklich schmälern würde. Allerdings ließ Fury-Co-Promoter Bob Arum gegenüber ESPN verlauten, dass man dies nicht vorhabe: „Wir werden Wilder nicht dafür bezahlen, dass er beiseite tritt. Es ist besser, wenn wir ihn loswerden und dann unseren Geschäften nachgehe können. Wir können den Fury-Joshua-Fight dann im Dezember machen.“

Gleichzeitig sagte der Top-Rank-Boss gegenüber Chris Mannix, dass er hoffe, dass man mit Wilder verhandeln könne, dass Fury vs. Joshua wie geplant im August stattfindet und Wilder dann im Winter gegen den Gewinner antritt. Eventuell wäre dies ohne große Entschädigungszahlungen möglich, da Wilder damit die Chance auf den Rang als Undisputed Champion noch in diesem Jahr bekäme. Dies wiederum würde bedeuten, dass der vertraglich vereinbarte Rückkampf zwischen Joshua und Fury weiter in die Zukunft rücken würde. Sollte sich der „Gypsy King“ dazu entscheiden, den dritten Kampf gegen Wilder vorzuziehen, könnte sich allerdings auch die WBO regen und darauf pochen, dass Joshua als amtierender Champ des Verbandes in der Zwischenzeit gegen Pflichtherausforderer Oleksandr Usyk (18-0, 13 K.o.) antritt. Es bleibt spannend, für welche Lösung sich die Beteiligten am Ende entscheiden.

Text: Nils Bothmann

Foto: 

IMAGO / ZUMA Wire