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Wilder vs. Fury: Kein Sieger nach dramatischem WM-Fight

Der WM-Showdown im Schwergewicht zwischen WBC-Champ Deontay Wilder (40-0-1, 39 K.o.) und Ex-Weltmeister Tyson Fury (27-0-1, 19 K.o.) im Staples Center in Los Angeles endete nach zwölf hochspannenden Runden unentschieden.

In der Anfangsphase konnten beide Boxer nur wenige klare Treffer unterbringen. Fury überzeugte mit Beweglichkeit, einem guten Jab und starker Defensive, während Wilder meistens Schwierigkeiten hatte, die richtige Schlagdistanz zu finden, um seine schweren Hände abzuladen. Das sollte sich jedoch in der zweiten Kampfhälfte ändern.

Besonders dramatisch entwickelte sich die Schlussphase des Gefechts. Während Wilder zuvor große Probleme hatte seine gefürchtete rechte Gerade unterzubringen, schickte er Fury in der 9. Runde auf die Bretter. Der „Gypsy King“ bewies jedoch große Widerstandsfähigkeit und kam in den Runden zehn und elf stark zurück.

Die 12. entwickelte sich zum Höhepunkt des Fights. Fury musste erneut auf Bretter, diesmal deutlich schwerer getroffen. Wilder traf ihn mit einer harten Rechten und warf einen linken Haken hinterher, der den Herausforderer flach zu Boden schickte. Doch der Brite kam erneut auf die Beine – nicht nur zur Überraschung des „Bronze Bombers“, der es eigentlich gewöhnt ist, dass seine Kontrahenten liegen bleiben.

Doch Fury kam nicht nur wieder hoch, er konnte Wilder in den letzten Sekunden des Fights sogar selbst noch hart treffen und unter Druck setzen, ehe der letzte Gong den Fight beendete. Nach zwölf dramatischen Runden werteten die drei Punktrichter das Duell mit 115:111 für Wilder, 114:112 für Fury und 113:113 unentschieden.

„Mit den beiden Knockdowns habe ich den Fight definitiv gewonnen“, sagte Wilder nach dem Kampf. „Wir haben beide alles gegeben, wir sind echte Krieger, aber ich denke, dass ich dank der Niederschläge gesiegt habe.“

Wenig überraschend widersprach Fury: „Ich kämpfte auswärts und war zwei Mal auf dem Boden – dennoch glaube ich, dass ich den Kampf gewonnen habe.“

Beide zeigten sich einem möglichen Rückkampf nicht abgeneigt. „Wir sind die beiden besten Schwergewichtler der Welt und das haben wir heute bewiesen“, so Wilder. „Wir haben den Fans einen tollen Kampf gezeigt und ich bin bereit, es wieder zu tun.“

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