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World Boxing Super Series: Härtel ist allzeit bereit

Stefan Härtel steht bei der World Boxing Super Series bereit

Stefan Härtel hofft auf den großen Durchbruch. Die „World Boxing Super Series“ (WBSS) ist momentan in aller Munde – im Kampf um die „Muhammad Ali Trophy“ werden im Cruiser- und Supermittelgewicht die jeweils besten Boxer der Welt ausgefochten. Genauso bahnbrechend wie das Turnierformat, welches im Mai 2018 seine Sieger gefunden haben wird, sind die Regeln der WBSS.

Zu diesen zählt unter anderem, dass es für jedes Viertelfinale einen Ersatzgegner gibt, falls sich jemand verletzt. Am 7. Oktober lautet dieser Stefan Härtel (14-0, 1 K.o.) für die Paarung Chris Eubank Jr. vs. Avni Yildirim. Doch auch falls der 29-jährige Berliner nicht einspringen muss, bekommt er mit Viktor Polyakov (13-1-1, 6 K.o.) seine wohl bisher größte Aufgabe als Profi vor die Fäuste.

Egal auf wen Härtel trifft, eine Konstante in seiner Ecke bleibt: Ulli Wegner. Seit Anfang dieses Jahres trainiert der frühere Ausnahme-Amateur bei der Trainerlegende im Max-Schmeling-Gym nahe des Berliner Olympiastadions. „Mein Verhältnis zu ihm ist gut. Herr Wegner ist extrem unkompliziert und hat immer ein offenes Ohr für uns. Daher verstehe ich gar nicht, wieso er bei vielen meiner Kollegen als ‚Diktator‘ verschrien ist“, meint Härtel, der als extrovertierter Typ gerne mal hier und da anstößt. „Doch beim Training und Wettkampf hat nur einer das Sagen, und das ist Herr Wegner.“

Mit seinem kommenden Gegner hat sich der Supermittelgewichtler bereits intensiv beschäftigt. „Mein Vater, der Coach und auch ich haben uns schon Einiges an Videomaterial von ihm angeschaut“, verrät Härtel und stellt klar: „Polyakov hat nicht umsonst zuletzt Ex-Weltmeister Giovanni De Carolis geschlagen.“

Die Freude über diesen Kampf ist deutlich zu hören, wenn man mit ihm spricht: „Um ehrlich zu sein, ist das der erste Gegner bei den Profis, von dem ich glaube, dass er mich richtig fordern und voranbringen wird.“ Im wahrsten Sinne des Wortes also der erste „Härtel-Test“.

Doch falls sich die Tür zur WBSS-Teilnahme öffnen sollte, wird Härtel auf jeden Fall eintreten. „Ich hoffe zwar nicht auf einen Ausfall im Hauptkampf. Doch falls es so kommt, bin ich zur Stelle. Dann wäre es mir auch egal, wenn die Leute anfangen zu lästern beginnen, ‚was denn der Nobody da im Ring zu suchen hat‘. Ich weiß aus dem Sparring, dass ich mit den Weltbesten mithalten kann. Mir fehlte bisher nur die Möglichkeit, es zu beweisen.“ Vielleicht bekommt Härtel diese Chance schon in Stuttgart.

Das Viertelfinale im Supermittelgewicht der WBSS am 7. Oktober zwischen Chris Eubank Jr. und Avni Yildirim wird ive auf Sky Select und ranfighting.de übertragen.

Foto: 

Imago/Jan Huebner