Usyk sieht Joshua gegen Fury als K.o.-Sieger | BOXSPORT

Usyk sieht Joshua gegen Fury als K.o.-Sieger

Oleksandr Usyk glaubt fest an Anthony Joshua. Der Ukrainer sagt für das Duell mit Tyson Fury einen AJ-Knockout in der sechsten Runde voraus.

Oleksandr Usyk kennt Tyson Fury und Anthony Joshua wie kaum ein anderer. Für den Ukrainer gibt es deshalb keinen Zweifel daran, wer im britischen Schwergewichtsduell die Oberhand behalten wird. (Foto: Privat)

Wenn Oleksandr Usyk über Tyson Fury und Anthony Joshua spricht, hört die Boxwelt besonders genau hin. Schließlich stand der Ukrainer bereits beiden Briten gegenüber und kennt ihre Qualitäten aus erster Hand. Für den amtierenden Schwergewichtsweltmeister steht deshalb fest, wem er im mit Spannung erwarteten „Battle of Britain“ die besseren Chancen einräumt.

Sein Favorit heißt Anthony Joshua. Und nicht nur das: Usyk rechnet sogar damit, dass der ehemalige Weltmeister das Duell vorzeitig beendet. Im Gespräch mit dem britischen Mirror ließ der 39-Jährige keinen Interpretationsspielraum und prophezeite einen Knockout in der sechsten Runde – ausgelöst durch einen rechten Volltreffer Joshuas.

Aus Gegnern wurden Verbündete

Dass Usyk ausgerechnet Joshua die Daumen drückt, ist bemerkenswert. Immerhin nahm er dem Briten in zwei WM-Kämpfen die Titel ab. Heute arbeiten beide jedoch eng zusammen. Joshua nutzt die Erfahrung des Ukrainers und dessen Trainerteams, um sich auf die größte Herausforderung seiner Karriere vorzubereiten.

Für Usyk ist diese Entwicklung nur logisch. Er schätzt vor allem Joshuas Bereitschaft, sich selbst kritisch zu hinterfragen und neue Wege einzuschlagen. Wer sich weiterentwickeln wolle, müsse eigene Fehler akzeptieren und daraus lernen. Genau diese Eigenschaft zeichne Joshua aus. Der Ukrainer betont, dass der Olympiasieger in den vergangenen Monaten nicht nur boxerisch, sondern auch persönlich gereift sei. Deshalb traue er ihm zu, gegen Fury die beste Version seiner selbst abzurufen.

Während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, fehlt für den Mega-Fight nur noch eine wichtige Entscheidung. Zwar sollen beide Seiten ihre Verträge bereits unterzeichnet haben, offiziell bestätigt wurde bislang jedoch noch nicht, wo das Duell stattfinden wird. Als mögliche Austragungsorte gelten sowohl Großbritannien als auch die USA. Promoter Eddie Hearn rechnet damit, dass diese Frage in den kommenden Tagen geklärt wird. Usyk hat seine Entscheidung dagegen längst getroffen. Für ihn wird am Ende Joshua als Sieger hervorgehen – und zwar lange vor dem Schlussgong.

Text von Robin Josten

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