Warren: „Im Idealfall gegen Usyk“ | BOXSPORT

Warren: „Im Idealfall gegen Usyk“

Queensberry-Boss Frank Warren will den Mega-Fight für seinen Schützling Agit Kabayel und nimmt dafür den Weltverband WBC in die Pflicht.

Schwergewichts-Dominator Oleksandr Usyk (r.) hatte mit seiner Gegner-„Wunschliste“ für Aufsehen in der Box-Szene gesorgt. Zuletzt erklärte der WBC-Champ erstmals, dass er sich auch einen Kampf gegen Agit Kabayel vorstellen könne. (Foto: Leigh Dawney/Queensberry)

Promoter Frank Warren hat sich in einem Interview mit „DAZN Global News“ noch einmal für einen Titelkampf zwischen Agit Kabayel und Schwergewichts-Weltmeister Oleksandr Usyk starkgemacht. Hier einige Auszüge:

Queensberry-Boss Frank Warren über …

Agit Kabayels Zukunft:

„Ich denke, dass er hoffentlich in den nächsten drei Monaten wieder in den Ring steigen wird. Gegen wen? Im Idealfall gegen Usyk. Er hat zunächst noch diesen Kampf in Ägypten. Danach wird die WBC diesen Kampf ansetzen müssen. Entweder wir realisieren ihn – oder eben nicht. Sollte er nicht zustande kommen, dann aus zwei möglichen Gründen: erstens, weil Usyk den Titel niederlegt. Oder zweitens, weil ihm der Titel aberkannt wird. Wir wollen diesen Kampf. Er will diesen Kampf. Und es wäre ein riesiger Kampf in Deutschland – ein gewaltiges Event, das ein Stadion füllen würde.“

Agits „Homecoming“-Kampf in Oberhausen:

„Jeder, der dort war – auch Leute aus meinem Büro, die seit vielen Jahren im Boxgeschäft tätig sind – sagte, es sei die beste Atmosphäre gewesen, die sie je bei einer Veranstaltung erlebt haben. Es war eine unglaubliche Stimmung, und wir haben zuvor schon viele großartige Atmosphären erlebt.

Ich muss ehrlich sagen: Als wir die Arena gebucht haben, war ich zuversichtlich, dass es gut laufen würde. Aber ich hätte nicht gedacht, dass die Veranstaltung innerhalb von etwas mehr als einem Tag ausverkauft sein würde. Dieser sofortige Ausverkauf zeigt, dass wir das Event problemlos in einer Halle mit der zwei- oder sogar dreifachen Kapazität hätten veranstalten können. Genau deshalb bin ich überzeugt, dass wir auch ein Fußballstadion füllen könnten.“

den deutschen und französischen Boxmarkt:

„Der deutsche Markt unterscheidet sich ein wenig von dem, was ich derzeit in Frankreich mache. Ich bin alt genug, um mich noch an die Zeiten zu erinnern, als die Brüder Acariès dort als Promoter tätig waren – mit ihnen habe ich damals zusammengearbeitet. Ähnlich war es in Deutschland mit Peter Kohl. Das waren stets große und bedeutende Märkte.

Ich weiß nicht genau, was passiert ist, aber das Interesse ist im Laufe der Zeit etwas zurückgegangen. Dabei gibt es in beiden Ländern hervorragende Boxer. Wir haben uns deshalb vorgenommen, den Boxsport dort wieder aufzubauen. Wir verfügen über eine starke Gruppe von Kämpfern, mit denen wir das umsetzen können, und auch DAZN unterstützt dieses Vorhaben mit großem Engagement. Ich bin überzeugt, dass sich der Markt Schritt für Schritt wieder stärken und weiterentwickeln wird.“

Text: Pressemitteilung / DAZN