Bilgenur Aras: Fighterin mit Punch | BOXSPORT

Bilgenur Aras: Fighterin mit Punch

Bilgenur Aras musste sich durchboxen, im Leben wie im Ring. Aus dem orientierungslosen Mädchen von einst ist eine toughe junge Frau geworden, die ihren Weg geht – und ehrgeizige Ziele verfolgt.

Das Boxen half Bilgenur Aras, in die Spur zu finden. Nun will sie Weltmeisterin bei einem bedeutenden Verband werden und Kämpfe im Ausland bestreiten. (Foto: Privat)

Manchmal sind es kleine Dinge, die den Startschuss für ein neues Leben geben. Bei Bilgenur Aras war es ein Flyer mit großen Boxhandschuhen, der an ihren Sportschuhen klebte. 16 Jahre liegt dieses Ereignis zurück. Kurze Zeit später betrat sie erstmals das „Boxcamp Gallus“, ein integratives Projekt der Sportjugend Frankfurt. Und sie zog in ein Heim, weil sie es zu Hause nicht mehr aushielt. Zu ihrer Mutter hatte die gebürtige Türkin nie Kontakt, ihr Vater schlug sie und machte sie nieder. Sie lungerte viel auf der Straße herum – mit Kindern und Jugendlichen, die auf die schiefe Bahn ­gerieten. Aras ist heute eine ambitionierte Profiboxerin, die die Weltspitze im Visier hat – und die große Bühne sucht: „Ich will in den USA oder England boxen. Denn es ist schwierig, gute Gegnerinnen nach Deutschland zu holen“, sagt die Hessin, die den Kampfnamen „Puncherella“ trägt und im Federgewicht unterwegs ist.

Umstrittene Niederlage

Eine Gewichtsklasse niedriger, im Superbantamgewicht (bis 55,225 kg), wohin sie auch zurückwill, durfte sie sich bereits „Weltmeisterin“ nennen. 2021 gewann sie den Gürtel der „Universal Boxing Federation“ (UBF), zwei Jahre später dann die Deutsche Meisterschaft im Bantam. Es folgte eine lange Zwangspause wegen eines Kreuzbandrisses. Erst im Juni 2025 stieg Aras wieder in den Ring, gewann im November den Interconti-Titel der World Boxing Federation (WBF). Weltmeisterin in diesem Verband ist Lara Ochmann. „Sie ist die einzige Gegnerin in Deutschland, die für mich noch interessant ist“, sagt Aras. In ihrem jüngsten Kampf musste sie einen Dämpfer verkraften. Die umstrittene Punktniederlage gegen die starke Polin Angelika Oles will sie aber nicht überbewerten. „Zum Sport gehören Siege und Niederlagen. Ich werde stärker zurückkommen“, kündigte Aras noch im Ring an. Sie betont, dass sie auch künftig starke Gegnerinnen boxen möchte: „Ich bin bereit, Risiken einzugehen auf dem Weg an die Weltspitze – und das sollten andere auch tun.“

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