Kehrtwende! Kabayel soll gegen Hysa kämpfen – im Stadion | BOXSPORT

Kehrtwende! Kabayel soll gegen Hysa kämpfen – im Stadion

Nach einem längeren Poker haben sich Agit Kabayel und Nelson Hysa scheinbar nun auf einen Kampf einigen können. Der Weltmeister soll seinen WBC-Gürtel am 28. November überraschenderweise in Düsseldorf verteidigen.

Weltmeister Agit Kabayel (r.) und sein Coach Sükrü Aksu sind bereit für den nächsten Herausforderer. Am 28. November soll es gegen den Albaner Nelson Hysa gehen. (Foto: privat)

Lange suchten WBC-Weltmeister Agit Kabayel und sein Team nach einem Gegner für die erste Titelverteidigung. Doch am Ende blieb nur einer übrig: Nelson Hysa (25-0, 23 K.o.). Wie die „Bild“ berichtet, soll der deutsche Schwergewichts-Champion am 28. November gegen Hysa antreten. Dabei schien ein Duell gegen den 42-jährigen Albaner bereits geplatzt.

„Meiner Meinung nach hast du dir eine Chance auf den Weltmeistertitel noch nicht verdient“, richtete Kabayel via Instagram an die Adresse von Hysa. „Aber da die Jungs an der Spitze entweder nicht verfügbar sind oder nicht gegen mich kämpfen wollen, bin ich bereit, deine Herausforderung anzunehmen.“ In den Top 10 des Weltverbandes WBC sind zwar Elite-Fighter wie Tyson Fury, Anthony Joshua, Deontay Wilder oder Moses Itauma hoch gerankt, stehen jedoch in nächster Zeit nicht zur Verfügung.

WBC-Champ stellt Bedingungen

Doch für ein Duell mit Hysa, der nicht in den Top 15 des WBC auftaucht, stellt der „Leberking“ zwei Bedingungen. „Erstens: Wir mögen uns vielleicht nicht, aber lass uns das unter uns klären und niemals versuchen, Deutsche, Kurden oder Albaner gegeneinander aufzuhetzen.“ Kabayels zweite Bedingung: „Wenn ich diesen Kampf annehme, gibt es kein Zurück mehr. Keine Ausreden. Kein Ausweg.“

Damit spielt der 34-jährige Bochumer auf die Vorgeschichte an. Zunächst hatte Hysa am Rande des WM-Fights Itauma vs. Hrgovic den WBC-Champion medienwirksam herausgefordert. Doch in den später folgenden Verhandlungen soll der „Albanische Adler“ plötzlich die doppelte Gage gefordert haben, worauf der Kampf zu platzen drohte.

„Du bist zu mir gekommen, hast mir die Hand geschüttelt und mich auf deine eigene Art herausgefordert“, teilte Kabayel seinem Contender mit. „Du hast gesagt, ich sähe ängstlich aus. Aber Nelson, verwechsle Freundlichkeit niemals mit Schwäche. Wenn die Glocke läutet, werde ich nicht lächeln. Ich werde dich jagen und dir keine Zeit zum Atmen lassen.“

Düsseldorfer Stadion als Location

Überraschend wie die Kehrtwende in den Verhandlungen ist auch die Wahl der Location. Zuletzt planten Kabayel und sein Team einen erneuten Kampfabend in der Oberhausener Rudolf-Weber-Arena. Dort hatte der WBC-Champion mit kurdischen Wurzeln am 10. Januar vor 13.000 Fans seinen Interims-Gürtel gegen den Polen Damian Knyba verteidigt. Nun soll der WM-Fight gegen Hysa laut „Bild“ aber in der Merkur-Spiel-Arena in Düsseldorf (ca. 54.000 Plätze) stattfinden. Damit würde sich der lang gehegte Wunsch Kabayels nach einem großen Stadionkampf in Deutschland erfüllen.

„Wenn du diese Bedingungen akzeptierst, lass uns kämpfen“, wandte sich der Leberking via Social Media an Hysa. „Vor den Augen der ganzen Welt werde ich dir zeigen, warum es ein Fehler war, mich herauszufordern.“

Text: Frank Schwantes

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