Hrgovics Geschwindigkeit und Technik bringen einstimmigen Punktsieg im ersten Kampf seit Daniel Dubois

Manchester – Filip Hrgovic hat seine Schwergewichtskarriere mit einem beeindruckenden Comeback-Sieg wieder in die Spur gebracht. In der Co-op Live Arena in Manchester sicherte sich der Kroate einen einstimmigen Punktsieg gegen Joe Joyce und stellte damit klar, dass er weiterhin zur Elite der Königsklasse gehört.
Hrgovic (18-1, 14 K.o.) sprang kurzfristig für Dillian Whyte ein, nutzte jedoch die Gelegenheit, um seine erste Karriereniederlage gegen Daniel Dubois im Juni des Vorjahres vergessen zu machen. Joyce (16-4, 15 K.o.) hingegen kassierte bereits seine zweite Niederlage in Folge, nachdem er zuletzt gegen Dereck Chisora ebenfalls nach Punkten verloren hatte. Aus seinen letzten fünf Kämpfen konnte der Brite lediglich einen Sieg verbuchen – eine alarmierende Statistik für den einst als „Juggernaut“ gefeierten Boxer.
Bereits in der ersten Runde offenbarte sich Hrgovics Schlüssel zum Erfolg: seine überlegene Handgeschwindigkeit. Immer wieder traf er Joyce mit präzisen Jab–Overhand-Rechts-Kombinationen. Joyce bewies wie gewohnt Nehmerqualitäten und antwortete spät in der Runde mit einem linken Haken. Dennoch blieb der Brite über den gesamten Kampf hinweg anfällig für Hrgovics Rechte, die immer wieder sauber einschlugen.
Trotz einiger Druckphasen und sporadischer Erfolge konnte Joyce nie die Kontrolle übernehmen. Hrgovic blieb technisch sauber, variabel in seinen Kombinationen und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen – besonders in der Schlussphase, wo er seine boxerische Klasse nochmals unter Beweis stellte.
Am Ende waren sich die Punktrichter einig: Mit 97-93, 96-95 und 98-92 fiel das Urteil einstimmig zugunsten des Kroaten aus – auch wenn Joyce sich selbst offenbar als Sieger sah.
Der Kampf markierte gleichzeitig das Debüt von Frank Warrens Queensberry Promotions auf der Streaming-Plattform DAZN, was dem Event zusätzliche mediale Aufmerksamkeit bescherte.
Mit diesem Sieg bringt sich Hrgovic erneut in Position für größere Kämpfe im Schwergewicht – vielleicht sogar für einen zukünftigen WM-Ausscheidungskampf.