WM-Fight in Riad: Nick Ball trifft auf Sam Goodman und will sich nicht von Gesprächen über Naoya Inoue ablenken lassen.

Für Nick Ball ist Riad inzwischen ein gutes Pflaster. Vor etwas mehr als einem Jahr reiste der Brite nach Saudi-Arabien, um Rey Vargas den WBC-Federgewichtstitel abzunehmen – und erkämpfte ein umstrittenes Unentschieden. Drei Monate später kehrte er zurück, entthronte den ungeschlagenen WBA-Champ Raymond Ford und sicherte sich den WM-Gürtel. An diesem Wochenende verteidigt Ball (22-0-1, 13 K.o.) seinen Titel zum dritten Mal – gegen den ungeschlagenen Australier Sam Goodman (20-0, 8 K.o.) in der saudischen Hauptstadt. Der Fight ist Teil der Esports World Cup Fight Week und wird live als DAZN-Pay-per-View übertragen.
Der 28-Jährige, aktuell die Nr. 3 der Welt im Federgewicht laut The Ring, gilt als eher ruhiger Charakter, weiß aber die große Bühne in Saudi-Arabien zu schätzen. „Die Fightweek und die Promotion hier sind next level – und die Gagen sind besser. Wir riskieren unser Leben, also sollten wir auch die Belohnung bekommen“, so Nick Ball.
In den letzten Monaten wurde immer wieder über einen möglichen Kampf gegen Japans Superstar Naoya Inoue spekuliert, der im Dezember in Riad debütieren soll. Doch Ball will sich davon nicht ablenken lassen: „Es bringt nichts, über Inoue zu reden, wenn ich Goodman nicht schlage. Ein Schlag kann alles beenden – und ich bin voll auf diesen Kampf fokussiert.“
Text von Robin Josten