Canelo Alvarez: In der Beweispflicht | BOXSPORT

Canelo Alvarez: In der Beweispflicht

Canelo Alvarez geht als Favorit in den ­Blockbuster gegen Terence Crawford. Doch nicht wenige fragen sich: Ist ­Canelos noch der Alte – oder hat er seinen Zenit überschritten? Seine jüngste Auftritte erhärten den Verdacht.

Zuletzt lieferte Canelo Alvarez wenig Überzeugendes ab. Welche Leistung kann er gegen Terence Crawford abrufen? (Foto: Getty Images)

Es gab eine Zeit, da war Saul „Canelo“ Alvarez im Boxen das Maß der Dinge. Im November 2019 etwa, als der Zimtschopf in Las Vegas die Beine des langjährigen Halbschwergewicht-Herrschers Sergey ­Kovalev mit einem linken Haken zu Wackelpudding verarbeitete und den Russen mit ­einer Rechten zu Boden drosch. Oder ein Jahr später, als der Mexikaner derartig heftig auf die Arme des 20 Zentimeter größeren Callum Smith einprügelte, dass der Brite sich irgendwann kaum mehr vernünftig verteidigen, geschweige denn zuhauen konnte.

Brach hier die Canelo-Welle?

Mitte 2021 erreichte die ­Canelo-Show ihren Höhepunkt. Im MGM Grand von Las Vegas schlug Alvarez seinen vorlauten Supermittel-Nebenbuhler Caleb Plant in Runde elf durch Technischen K.o. und vereinte im Limit bis 76,2 Kilogramm alle ­bedeutenden WM-Gürtel. War dieser Triumph rückblickend der Punkt, an dem die Canelo-Welle brach und langsam zurückschwappte? Dass Alvarez im Mai 2022 eine knappe Punktniederlage gegen Halbschwergewichts-Weltmeister Dmitry Bivol kassierte –, angesichts dessen Extraklasse weder Makel noch Beweis. Dass er seit dem Sieg gegen Plant keinen Gegner mehr vorzeitig geschlagen hat, schon eher.

Gewiss, das Rubber Match gegen seinen langjährigen Erzrivalen Gennadiy Golovkin gewann ­Canelo im Herbst 2022 endlich verdient. Was am „Cinco de Mayo“ ein Jahr später gegen Underdog John Ryder folgte, nährte aber Zweifel …

Text: Martin Armbruster

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