Agit Kabayel: „Es sind turbulente Verhandlungen“ | BOXSPORT

Agit Kabayel: „Es sind turbulente Verhandlungen“

Der Weltklasse-Schwergewichtler spricht in BOXSPORT über seine Ring-Rückkehr nach Deutschland im Januar 2026. Außerdem gibt ­Kabayel Einblicke in die Suche nach einem geeigneten Gegner, was sich als schwierig erweist.

Agit Kabayel brennt auf seine Deutschland-Rückkehr, will bald vor seinen heimischen Fans für Furore sorgen. (Foto: Getty Images)

Hallo Agit, nachdem du in deinen letzten drei Kämpfen in Riad sehr erfolgreich warst, freuen sich deine Fans nun auf dein „Home­coming“ in Deutschland. Du boxt am 10. Januar in Oberhausen in der Rudolf-­Weber-Arena. Wie kam es dazu?

Zunächst stand Düsseldorf als Austragungsort im Raum, dies in Zusammenhang mit einer möglichen Übertragung des Kampfes am 10. Januar bei RTL. Der Sender kam auf uns zu, wofür ich sehr dankbar bin, denn wir hatten einen konstruktiven Austausch. Aber wir konnten eine Kooperation nicht finalisieren, und so haben mein Team und ich uns für eine Partnerschaft mit DAZN entschieden. Daraus ergab sich dann auch Oberhausen als geeignete Location im Ruhrgebiet.

„Es soll ein geiler Box-Event für meine Fans werden“

Bei RTL hätte ein Kampf mehr TV-Reichweite erzielt als im Pay-per-View. Was hat für DAZN als Partner gesprochen?

Man muss einfach sagen, dass DAZN eine Box-Vision verfolgt und weiß, wie das Business läuft. Auch wenn diese Partnerschaft nun ans Pay-per-View gekoppelt ist, sehe ich hier einen Weg, um das Boxen in Deutschland wieder größer zu machen. Das Gesamtpaket stimmt einfach, dazu gehören auch Langfristigkeit, finanzielle Aspekte sowie entsprechende Promo-Maßnahmen, die man uns ermöglicht. Mit DAZN haben wir uns dann auf das Datum 10. Januar und die Rudolf-Weber-Arena geeinigt. Oberhausen, Düsseldorf – der Ruhrpott ist klein, das nimmt sich nicht viel. Am wichtigsten ist das „Homecoming“, denn es war mein Herzenswunsch und soll ein geiler Box-Event für meine Fans werden. Und wenn wir erfolgreich sind, können wir in Zukunft auch über größere Locations wie die Lanxess-Arena in Köln oder einen Stadionkampf nachdenken.

„Künftig auch die großen Fights in Deutschland“

Du sprichst von einer langfristigen Kooperation. Was bedeutet das genau?

Unsere Zusammenarbeit läuft ja schon seit drei Kämpfen. Jedes Mal haben die Verantwortlichen ihr Wort gehalten und das hat mich in meiner Entscheidung bestärkt. Es war keine Entscheidung gegen RTL, sondern eine für DAZN. Deutschland-Chefin Alice Mascia erklärte mir, dass wir künftig auch die großen Fights hierzulande hinbekommen und sie bereit ist, diese zu finanzieren. Auch gegen Top-Boxer eines Kalibers wie Anthony Joshua oder Daniel Dubois. Das alles passt zu meiner persönlichen Vision vom Boxen. Wie gesagt, ich schätze die Bemühungen von RTL sehr und hoffe, dass wir vielleicht in Zukunft einmal eine Veranstaltung gemeinsam umsetzen können. Aber aktuell kann der Sender nicht das nötige Budget zur Verfügung stellen, um mir solche Kämpfe in Deutschland zu ermöglichen.

Wie lange läuft die Partnerschaft mit DAZN?

Zunächst über zwei Kämpfe. Ich denke aber, dass unsere Zusammenarbeit …

Interview: Frank Schwantes

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