Foster setzt ein Ausrufezeichen im Lone-Star-State und überrollt Fulton mit präzisen Jabs, variablen Auslagen und klarer Punkthoheit.

WBC-Superfedergewichts-Weltmeister O’Shaquie Foster (24-3, 12 K.o.) zeigte in Texas eine nahezu makellose Leistung und feierte einen klaren Punktsieg nach einstimmiger Entscheidung über den zweifachen Weltmeister Stephen Fulton Jr. (23-2, 8 K.o.). Mit diesem Triumph krönt sich Foster zum neuen Interim-WBC-Leichtgewichtschampion. „Der Gameplan war, clever zu bleiben, scharf zu bleiben und ihn in den späteren Runden zu stoppen“, erklärte Foster nach seinem Triumph. „Aber er ist ein verdammt guter Fighter, ein echter Veteran – er wusste, wie man überlebt.“
Der Lokalmatador aus Orange, Texas, fand sofort seinen Rhythmus. Mit Reichweitenvorteil, sauberem Footwork und einer präzisen Führhand hielt er Fulton konsequent auf Distanz. Besonders in den ersten sechs Runden war der Jab das Zünglein an der Waage: 41 Treffer für Foster gegenüber nur 14 von Fulton.
Immer wieder wechselte Foster die Auslage, erhöhte ab der zweiten Hälfte merklich den Druck und landete zahlreiche gerade Hände, die Fulton zurückdrängten. Insgesamt dominierte Foster die Statistik mit 191 zu 56 Händen im Ziel – ein klares Statement.
Fulton versuchte in den Championship Rounds noch einmal, in die Halbdistanz zu kommen, um das Blatt zu wenden. Doch jedes Risiko öffnete Räume für Fosters präzise Konter, sodass der ehemalige Unified-Champion nie wirklich ins Rollen kam. Nach zwölf Runden werteten die Punktrichter deutlich: 119-109, 118-110 und 117-111 – allesamt für Foster.
Nach dem Sieg richtete Foster den Blick nach vorne: „Ich will Shakur Stevenson. Das sage ich schon lange. Aber er scheint jetzt bei 140 Pfund zu kämpfen. Also muss ich mich entscheiden – 130 oder 135. Ich werde sehen, was passiert, und dann eine Entscheidung treffen.“