Umstrittener Punktsieg im Superbantamgewicht – Nakatani übersteht Test gegen Hernandez vor Inoue-Spektakel nur knapp.

Dreifach-Weltmeister Junto Nakatani ist mit einem umstrittenen Punktsieg in seine neue Gewichtsklasse gestartet. Der Japaner setzte sich in Riad per einstimmiger Entscheidung gegen den Mexikaner Sebastian Hernandez durch. Die Punktrichter werteten den 12-Runder mit 115-113, 115-113 und 118-110 zugunsten Nakatani. Doch viele Beobachter am Ring und vor den Bildschirmen sahen den Fight klar auf der Seite von Hernandez – einige meinten sogar, die Scorecards seien verkehrt herum ausgefallen.
Der Nicht-Titelkampf diente als Anheizer für das Mega-Event Naoya Inoue vs. David Picasso und sollte zugleich den Boden für ein rein japanisches Mega-Duell zwischen Nakatani und Inoue bereiten. Doch statt einer Machtdemonstration erlebte Nakatani (32-0, 24 K.o.) einen Albtraum-Abend. Beim Schlussgong wirkte der sonst so explosive Südpfoten-Techniker gezeichnet und leer. Hernandez (20-1, 18 K.o.) ignorierte das Drehbuch, marschierte unermüdlich nach vorne, ließ beide Fäuste fliegen und setzte Nakatani konstant unter Druck. Zwar begann der Japaner solide, bewegte sich gut auf den Beinen und variierte seine Treffer in den ersten beiden Runden, doch mit zunehmender Kampfdauer kippte das Momentum klar zugunsten des Mexikaners. „Ich bin sehr dankbar für die Chance, hier in Saudi-Arabien zu kämpfen. Es war ein großartiger Kampf“, sagte Nakatani nach dem Fight. „Er war ein harter, starker Gegner. Das war eine wichtige Lektion für mich.“