Michael Conlan verliert bei seiner Rückkehr nach Belfast – Kevin Walsh sorgt für eine Überraschung und sichert sich den WBC-International-Titel.

Der irische Federgewichtler Michael Conlan kehrte nach Belfast zurück, musste jedoch eine überraschende Niederlage durch Split Decision gegen den wenig bekannten Kevin Walsh hinnehmen. Der Kampf im SSE Arena in Belfast entwickelte sich zu einem ereignisarmen Gefecht, das über weite Strecken kaum offensive Highlights bot.
Nach zehn enttäuschenden Runden werteten die Punktrichter den Fight mit 97-93 für Conlan sowie zweimal 96-94 für Walsh, der damit ungeschlagen blieb. Aus der Ringside-Perspektive wirkte es jedoch so, als hätte Conlan genug getan, um den Sieg nach Punkten einzufahren – wenn auch in einem insgesamt sehr zähen und taktisch geprägten Duell. DAZN-Kommentator Carl Frampton erklärte nach dem Kampf, dass „Conlan genug getan hat, um den Sieg zu bekommen“.
Die Veranstaltung markierte den Auftakt von Kalle Sauerlands neuer Promotion MF Pro, die auf Wasserman und Sauerland Promotions folgt. Ein sichtlich unzufriedener Kalle Sauerland bestätigte gegenüber DAZN, dass „eine Rückkampf-Klausel“ im Vertrag enthalten ist.
Walsh (20-0, 10 KOs) sicherte sich in seinem ersten Kampf außerhalb der USA den WBC International Titel im Federgewicht und lieferte damit einen klassischen Upset. Trotz seiner geringen Bekanntheit reiste er als Nummer 30 der WBC-Rangliste nach Belfast und war somit berechtigt, um den Gürtel zu boxen. Der 33-jährige Amerikaner dürfte nun in die Top 15 der WBC-Weltrangliste aufsteigen.
Conlan (20-4, 10 KOs) hatte sich zuvor mit Siegen gegen Asad Asif Khan und Jack Bateson nach aufeinanderfolgenden Knockout-Niederlagen gegen Jordan Gill und Luis Alberto Lopez wieder aufgebaut. Die Pleite gegen Walsh stellt nun jedoch einen massiven Rückschlag dar und gefährdet ernsthaft einen dritten Anlauf auf einen WM-Titel im Federgewicht.