Anthony Joshua hat bei einer Pressekonferenz zur „Battle of Britain“ am 11. Dezember verraten, dass er regelmäßig im Austausch mit Tyson Furys Onkel Peter steht. Der war früher einmal der Trainer des „Gypsy Kings“.

Am 11. Dezember treffen Anthony Joshua (30-4, 27 K.o.) und Tyson Fury (36-2-1, 25 K.o.) in der lang ersehnten „Battle of Britain“ in Cardiff aufeinander. Im Principality Stadium geht es um den vakanten „Super“-Titel der WBA im Schwergewicht.
Die beiden Rivalen standen sich gestern bei der ersten offiziellen Pressekonferenz in West-London gegenüber. Dort wurde mit viel Tamtam Werbung für den größten britischen Boxkampf der letzten Jahrzehnte (live auf Netflix) gemacht.
„Peter Fury ist bereit, mir zu helfen“
Dabei sorgte Joshua für eine faustdicke Überraschung. Nachdem der 36-jährige Ex-Weltmeister sich dazu entschieden hatte, Ex-Fury-Coach Ben Davison in seine Ecke zu holen, ließ er vor Ort eine weitere „Bombe“ platzen. Der Londoner erklärte, dass er in regelmäßigem Kontakt mit Peter Fury stehe, dem Onkel und ehemaligen Trainer von Tyson. Der 58-Jährige wird zwar nicht Teil des offiziellen Trainerteams sein, steht aber beratend zur Seite, damit „AJ“ seine Vorbereitung optimal gestalten kann. „Ich spreche mit Peter Fury“, bestätigte Joshua. „Er ist bereit, mir ebenfalls zu helfen.“
Pikant: Peter Fury kennt die boxerischen Qualitäten von Tyson ganz genau. Er betreute seinen Neffen rund fünf Jahre lang – unter anderem 2015, als Tyson in Düsseldorf Wladimir Klitschko bezwang und sich seine ersten Weltmeistertitel sicherte.
Mit Davison und Peter Fury verfügt Joshua gleich über zwei Insider in seiner Coaching-Zone, die ihn auf das Duell mit dem Gypsy King vorbereiten. Dabei gehe es ihm aber nicht um den Input speziell gegen Fury, „sondern in Bezug auf unser Training und unsere Herangehensweise und wie ich den Kampf angehen kann“.
Text: Frank Schwantes