Zwei Niederschläge ebnen den Weg zum klaren Punktsieg – Inoue kontrolliert Tempo, Distanz und Ringgeschehen gegen den erfahrenen Ioka.

Takuma Inoue verteidigte seinen WBC-Titel im Bantamgewicht mit einem klaren einstimmigen Punktsieg (Unanimous Decision) gegen den ehemaligen Vierfach-Weltmeister Kazuto Ioka. Inoue sorgte damit für einen erfolgreichen Auftakt für die Inoue-Brüder, während sein älterer Bruder Naoya im Anschluss im größten Kampf der japanischen Boxgeschichte im Tokyo Dome vor 55.000 Zuschauern gegen Junto Nakatani antrat.
Inoue (22-2, 5 KOs) setzte sich auf den Punktzetteln der Punktrichter deutlich mit 119-107, 120-106 und 118-108 durch und verteidigte damit souverän seinen WBC-Gürtel im Bantamgewicht. Für Ioka (32-5-1, 17 KOs) war es die dritte Niederlage in seinen letzten vier Kämpfen. Zudem verpasste er die Chance, Weltmeister in fünf Gewichtsklassen zu werden. Mit 37 Jahren scheint er seinen Zenit überschritten zu haben, was sich in einer Leistung zeigte, die von nachlassender Frische geprägt war. In der zweiten Runde löste sich Inoue geschickt aus den Seilen und landete eine präzise rechte Gerade ans Kinn, gefolgt von einer Schlagserie, die Ioka auf die Bretter schickte. Ioka kam rechtzeitig vor dem Ringgong wieder auf die Beine.
Zu Beginn der dritten Runde lächelte Inoue seinen angeschlagenen Gegner an. Bereits nach 30 Sekunden schickte er Ioka mit einem sauber gesetzten rechten Uppercut erneut zu Boden. Ioka kam zwar erneut hoch und suchte weiter den Vorwärtsgang, doch Inoue war an diesem Abend in Tokio auf einem anderen Niveau. Mit seiner Schnelligkeit, Beinarbeit und Ringkontrolle dominierte er die restliche Runde sowie den weiteren Kampfverlauf klar.