Vincenzo Gualtieri unterliegt Amari Jones im IBF-Final-Eliminator vorzeitig. Doch an seinem Ziel, zum zweiten Mal Weltmeister zu werden, hält der AGON-Mittelgewichtler fest.

Vincenzo Gualtieris Traum vom direkten Weg zurück in einen Weltmeisterschaftskampf hat einen schmerzhaften Dämpfer erhalten. Am Freitagabend musste sich der ehemalige Weltmeister im IBF-Final-Eliminator des Mittelgewichts gegen den US-Amerikaner Amari Jones in der dritten Runde durch T.K.o. geschlagen geben.
Abbruch nach zwei Knockdowns
Dabei begann der Kampf aus deutscher Sicht durchaus vielversprechend. Gualtieri präsentierte sich im SAP Center in San Jose (Kalifornien) hochkonzentriert, beweglich und fand gut in das Duell gegen den Hoffnungsträger aus den USA. In der Anfangsphase setzte der Deutsche die klareren Akzente und zeigte, warum er auf diesem Niveau seit Jahren konkurrenzfähig ist.
Doch Boxen kann sich in Sekunden drehen. Ein perfekt platzierter Uppercut von Jones veränderte den Kampfverlauf abrupt. Gualtieri musste zu Boden, der US-Amerikaner setzte clever nach und schickte den AGON-Boxer ein weiteres Mal auf die Bretter. Daraufhin brach der Ringrichter den Kampf in Runde drei ab.
„Ich war hochmotiviert und sehr gut vorbereitet. Ich habe sehr gut angefangen. Seine Schläge waren nicht hart, aber der erste Aufwärtshaken ist perfekt durchgekommen und hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erklärte Gualtieri nach dem Kampf. „Natürlich ist die Enttäuschung groß. Trotz der Niederlage bleibt das Ziel das gleiche: Ich will ein zweites Mal Weltmeister werden.“
Volckmann: „Zu Beginn die klareren Treffer“
Auch Ingo Volckmann sah bis zur entscheidenden Szene einen starken Auftritt seines Schützlings. „Vincenzo war sehr entspannt vor dem Kampf und hat einen guten Eindruck gemacht. Im Kampf war er gut drauf, hat sich gut bewegt und hatte nach meinem Empfinden zu Beginn die klareren Treffer“, sagte der AGON-Sports-Promoter. „Leider hat er dann einen Volltreffer kassiert und war ein bisschen angeknockt, woraufhin Jones echt clever nachgesetzt hat.“
Auch wenn das Ergebnis schmerzt, ändert die Niederlage nichts an Gualtieris sportlicher Qualität und seinem Ehrgeiz. Der frühere Weltmeister hat in seiner Karriere bereits bewiesen, dass er Rückschläge wegstecken und stärker zurückkommen kann. Der Weg zurück an die Spitze ist nach dieser Niederlage sicher steiniger geworden, beendet ist er jedoch keineswegs.
Denn eines machte Gualtieri unmittelbar nach dem Kampf unmissverständlich klar: Sein Traum vom zweiten Weltmeistertitel lebt weiter.
Text: Pressemitteilung / AGON Sports