WBC-Interims-Weltmeister Agit Kabayel reiste nach Gizeh zum Duell Usyk vs. Verhoeven – und forderte den Ukrainer nach dessen schmeichelhaftem Sieg offiziell heraus.

Agit Kabayel steht kurz davor, seinen WM-Kampf gegen Oleksandr Usyk zu finalisieren. Der Schwergewichtler aus Bochum, seines Zeichens Interims-Weltmeister des Verbandes WBC, wartet als Pflichtherausforderer schon lange auf das „Go“ für einen Fight gegen den ukrainischen Mehrfach-Champion. Nun dürften bald Nägel mit Köpfen gemacht werden.
Deutschlands Box-Hoffnung reiste zum Duell „Glory in Giza“ nach Ägypten, wo Usyk seinen WBC-Gürtel freiwillig gegen Kickbox-Star Rico Verhoeven aufs Spiel setzte. Dabei kam der Ukrainer zu einem schmeichelhaften Sieg durch Technischen K.o. in der elften Runde. Im Anschluss stieg Kabayel in den Ring und forderte Usyk zum Showdown heraus.
„Wenn Turki organisiert, bin ich dabei“
„Ich habe so lange auf diesen Kampf gewartet. Ich bin bereit und ich glaube, Deutschland ist bereit für diesen Kampf. Viele Ukrainer leben in Deutschland“, sagte der „Leberking“ aus dem Ruhrpott in einem Deutschland-Trikot. „Lass uns in ein Stadion gehen. Ich denke, das wollen alle Fans.“ Darauf antwortete Usyk: „Lass es uns machen. Wenn Turki organisiert, dann bin ich dabei.“ Das Team von Kabayel visiert einen Stadionkampf im Herbst dieses Jahres an, als Favorit galt zuletzt die Arena in Düsseldorf mit rund 55.000 Plätzen.
Jetzt scheint es praktisch nur noch an Turki Al-Sheikh zu liegen. Der saudische Box-Impresario kann als Strippenzieher und Geldgeber einen solchen Mega-Fight in Deutschland ermöglichen. „Wir wollen den Kampf gegen Agit und auch einen Rückkampf gegen Rico in den Niederlanden“, zitiert „Bild.de“ Al-Sheikh. Auch Kabayel ist guter Dinge und bestätigte gegenüber dem Streamingdienst DAZN: „Wir haben mit allen Beteiligten gesprochen und alle haben Bock auf diesen Kampf.“ Nun gehe es darum, in die finalen Gespräche zu gehen.
Text: Frank Schwantes