Fury vs. Wach: Wieso gibt es keine Live-Übertragung? | BOXSPORT

Fury vs. Wach: Wieso gibt es keine Live-Übertragung?

Tyson Fury kämpft in seinem Trainingscamp in Thailand gegen Mariusz Wach – live verfolgen können die Fans das Duell allerdings nicht.

Nimmt Tyson Fury wieder alle auf den Arm? Nach 37 Profikämpfen (34 Siege, 2 Niederlagen, 1 Unentschieden) verkündete der „Gypsy King“ einmal mehr seinen Rückritt. (Foto: Getty Images)
Keine Kameras, kaum Öffentlichkeit und ein überschaubares Risiko: Tyson Fury absolviert seinen nächsten Kampf hinter verschlossenen Türen. (Foto: Getty Images)

Tyson Fury kehrt am Freitag den 24. Juli gegen Mariusz Wach in den Ring zurück. Wer den Auftritt des früheren Schwergewichtsweltmeisters live verfolgen möchte, wird jedoch enttäuscht: Der Kampf im Max Muay Thai Stadium in Pattaya wird nicht im Fernsehen oder per Livestream übertragen. Das Duell dient Fury vor allem dazu, vor dem geplanten britischen Mega-Fight gegen Anthony Joshua weitere Ringpraxis zu sammeln. Nach seinem Punktsieg gegen Arslanbek Makhmudov im April möchte der „Gypsy King“ nicht erneut mehrere Monate pausieren. Promoter Frank Warren erklärte: „Er will beschäftigt bleiben. Sonst wäre er bis zum Joshua-Kampf wieder fast acht Monate aus dem Ring.“

Gleichzeitig darf Fury möglichst kein großes Risiko eingehen. Eine Niederlage gegen Wach könnte das lange erwartete Duell mit Joshua im November gefährden oder zumindest dessen wirtschaftlichen Wert deutlich mindern. Der 46-jährige Pole bringt zwar viel Erfahrung und Widerstandsfähigkeit mit, verlor aber drei seiner letzten vier Kämpfe. Damit gilt er als Gegner, der Fury Runden geben soll, ohne eine allzu große Gefahr darzustellen.

Der ungewöhnliche Austragungsort hängt ebenfalls mit Furys Vorbereitung zusammen. Der Brite absolviert sein Trainingslager bereits in Thailand und kann dadurch auf lange Reisen sowie umfangreiche Promotiontermine verzichten. Der gesamte Kampf wird praktisch aus dem geschützten Umfeld seines Camps heraus organisiert. Ganz verborgen dürfte der Auftritt dennoch nicht bleiben. Ausschnitte des Duells sollen voraussichtlich in der dritten Staffel der Netflix-Dokumentation „At Home with the Furys“ zu sehen sein. Die Ticketeinnahmen der Veranstaltung sollen zudem lokalen Wohltätigkeitsorganisationen zugutekommen. Für Fury zählt am Ende vor allem eines: wertvolle Runden sammeln, den Rhythmus finden und den möglichen Jahrhundertkampf gegen Joshua nicht gefährden.

Text von Robin Josten

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